Kleinlangheim

Sieben Kameraden seit 40 Jahre bei der Feuerwehr

Dass in einem Dorf sieben Kameraden seit 40 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr Dienst tun, das ist schon außergewöhnlich und aller Ehren wert. Landrätin Tamara Bischof, Bürgermeisterin Gerlinde Stier, Pfarrer Harald Vogt, Kreisbrandinspektor Michael Krieger, Kreisbrandmeister Christoph Dülch und die Führungskräfte der Wehr würdigten bei der Jahreshauptversammlung der  Feuerwehr Kleinlangheim im Gerätehaus diese Leistung. "Das bedeutet 40 Jahre Einsatzbereitschaft und viel Zeit für Übungen, sie sind Vorbilder in der Gemeinde und im Landkreis", brachte die Landrätin die Treue zur Wehr auf den Punkt.
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Ehrungen für langjährigen Dienst in der Feuerwehr Kleinlangheim. Bürgermeisterin Gerlinde Stier, KBI Michael Krieger (links), Landrätin Tamara Bischof (vorne), Vereinsvorsitzender Benjamin Diaz-Sanchez und Kommandant Rainer Bock (rechts), gratulierten und überreichten Urkunden, Ehrenkreuze und Krüge, die es zu diesem Anlass in Kleinlangheim schon seit 1922 gibt Foto: Winfried Worschech

Dass in einem Dorf sieben Kameraden seit 40 Jahren in der Freiwilligen Feuerwehr Dienst tun, das ist schon außergewöhnlich und aller Ehren wert. Landrätin Tamara Bischof, Bürgermeisterin Gerlinde Stier, Pfarrer Harald Vogt, Kreisbrandinspektor Michael Krieger, Kreisbrandmeister Christoph Dülch und die Führungskräfte der Wehr würdigten bei der Jahreshauptversammlung der  Feuerwehr Kleinlangheim im Gerätehaus diese Leistung. "Das bedeutet 40 Jahre Einsatzbereitschaft und viel Zeit für Übungen, sie sind Vorbilder in der Gemeinde und im Landkreis", brachte die Landrätin die Treue zur Wehr auf den Punkt.

Bischof hob nicht nur den Zeitaufwand zum Wohle der Gemeinschaft, sondern auch das  gute  Beispiel der Geehrten hervor, die mit zum guten Klima und zur Kameradschaft in der Kleinlangheimer Feuerwehr beitragen. Die Landrätin lobte auch die Jugendarbeit und die Bereitschaft, sich als Atemschutzträger zur Verfügung zu stellen "und in ein brennendes Haus zu gehen". Auch neue Aufgaben, wie zum Beispiel der Einsatz beim Brand von Häusern mit Photovoltaikanlagen auf dem Dach, gelte es zu beherrschen. Ihr Dank galt nicht nur den Kameraden und den Führungskräften der Wehr, sondern auch den Vorstandsmitgliedern des Feuerwehrvereins, "die die Verantwortung für die Veranstaltungen tragen".

Lob von allen Seiten

In das Lob für die Bereitschaft zum Einsatz in der Wehr und zur Mithilfe bei den Veranstaltungen stimmte auch Bürgermeisterin Gerlinde Stier mit ein, die auch die Frauen hervor hob, die bei den Festivitäten für das Essen sorgen. Die Gemeinde werde nach wie vor dafür sorgen, dass die Wehren von Kleinlangheim, Atzhausen und Haidt/Stephansberg gut ausgerüstet sind und die nötigen Ersatzbeschaffungen finanzieren, versicherte die Bürgermeisterin, die den Aufwand für die Jugendarbeit als "gut angelegt" bezeichnete.  In diesem Sinne äußerte sich auch Kreisbrandinspektor Krieger, der die Verjüngung der Wehr durch das Nachrücken von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr ebenso lobte wie die gute Gemeinschaft und die Zusammenarbeit zwischen der Kleinlangheimer Wehr und den Wehren der Ortsteile. Zum Stand der Dinge in Sachen "digitale Alarmierung" äußerte der KBI, dass die landkreisweite Alarmierung noch etwas dauere. "Was ihr tut, ist ein Samariterdienst", meinte Pfarrer Harald Vogt.

Drei Einsätze

Vereinsvorsitzender Benjamin Diaz-Sanchez ging auf die traditionellen Veranstaltungen des Feuerwehrvereins ein und Stefan Schellhorn von der Freiwilligen Feuerwehr Haidt/Stephansberg verlas den Bericht zu den Aktivitäten der Ortsteilwehr, zu denen auch drei Einsätze gehörten. Martin Link hieß als Leiter der Atemschutztruppe Steffen Brunner und Benjamin Weber als Neuzugänge aus der Jugend willkommen und kündigte für 2020 vermehrte Aktivitäten an, um die Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Jugendwart Stefan Dietzel freute sich über den "verlässlichen Besuch" der Übungsabende durch den Nachwuchs, "es macht Spaß, mit euch zu arbeiten". Der Jugendwart bat um Mithilfe bei der Werbung für die Jugendfeuerwehr und bedankte sich beim Betreuungsteam, "ohne das die Fülle von Veranstaltungen, darunter auch eine 24-Stunden-Übung wie bei der Berufsfeuerwehr", nicht möglich gewesen wäre.

Kommandant Rainer Bock, der auch die Finanzen des Vereins darlegte, ging auf ein "verhältnismäßig ruhiges Jahr" mit fünf Alarmierungen und 18 Übungen ein. Nicht zufrieden war er mit der Übungsbeteiligung, "die etwas nachgelassen hat" und auch mit der geringer werdenden Bereitschaft zur Mithilfe. Dagegen war er mit dem Ergebnis der Besichtigung der Wehr durch die Landkreis-Feuerwehrführung und den absolvierten Leistungsprüfungen zufrieden.  Beifall gab es auch für den Bericht von Schriftführer Fred Bock und für Alfred Bader, der sich mit einer Spende für die Jugendarbeit und einem Spanferkel für die Wehr für den Einsatz beim Brand in seiner Garage bedankte.

Weiter standen Ehrungen auf dem Programm. Für 40 Jahre Dienst in der Feuerwehr wurden ausgezeichnet: Dieter Brunner, Volker Gierth, Siegfried Hertwig, Wolfgang Kerzner, Harald Roß, Manfred Wilhelm und Norbert Zink, für 25 Jahre: Wolfgang Schäfer

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