SOMMERACH

Sie kriegen vom Tanzen nicht genug

Der SV-DJK Sommerach, als Sportverein der größte Verein des Ortes, will sich für die Zukunft neu aufstellen. In einer „Zukunftswerkstatt“ wollen die Mitglieder in den nächsten zwei bis drei Jahren den Verein komplett umbauen. Wir stellen wir die Abteilungen vor.
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Die Garde beim Training: (von links) vorne Marie-Christin Kaufmann und Anna Schmitt. Mitte Nicola Steffen, Krista Heinrich und Jana Wendel. Hinten Linda Kaufmann (auch Trainerin), Sophie Schreyer, Betreuerin Katharina Kauppert und Theresa Kaufmann. Foto: Foto: Guido Chuleck

Der SV-DJK Sommerach, als Sportverein der größte Verein des Ortes, will sich für die Zukunft neu aufstellen. In einer „Zukunftswerkstatt“ wollen die Mitglieder in den nächsten zwei bis drei Jahren den Verein komplett umbauen. Wir stellen wir die Abteilungen vor.

Normalerweise würde eine Faschingsgarde nach der Saison erst mal eine längere Tanzpause einlegen. Nicht so in Sommerach, wo die Garde mit nur einer kurzen Unterbrechung nach der Faschingssaison höchstens zwei Monate trainingsfrei ist. „Spätestens Mitte April fordern die Mädchen wieder den Trainingsbeginn ein“, sagt Linda Kaufmann, mittanzende Trainerin. Also wird trainiert, einmal wöchentlich in der Turnhalle. Acht junge Damen im Alter zwischen elf und 24 Jahren, sechs von ihnen sind 14 und 16, nehmen sich nur dann frei, wenn sie in den Ferien unterwegs sind. Als Betreuerin ist Katharina Kauppert stets im Training und bei den Auftritten dabei.

Vor acht Jahren gründeten die beiden die erste Schautanzgruppe für Kinder. Schnell war die Gruppe auf die Beine gestellt, die ersten Auftritte erlebten die Kinder im Sommeracher Fasching. Bald schon trafen bei den Gründerinnen Anfragen nach einer echten Faschingsgarde ein, und da einige Sommeracher Mädchen bereits in anderen Garden tanzten, zogen diese das Tanzen in Sommerach vor.

Mittlerweile gehören die Auftritte der Sommeracher Garde zum Bestandteil nicht nur beim heimischen Fasching, sondern auch in Nachbarorten. Die pinkfarbenen Kostüme hatten die Gründerinnen seinerzeit gebraucht gekauft und selbst bezahlt, dann gliederten sie Anfang dieses Jahres die Tanzgruppe in die Turnabteilung des SV-DJK ein. „Seitdem erhalten wir natürlich auch finanzielle Unterstützung, und es ist auch eine Versicherungsfrage.“

Schwerpunkt beim Training ist von September bis zum Fasching, dann wird die Intensität des Trainings gesteigert. Trotzdem tanzen die meisten der Gardemädchen auch bei der Schautanzgruppe mit. „Die kriegen einfach vom Tanzen nicht genug, selbst beim Weinfest wollen sie trainieren“, sagt Kaufmann. Auch der Jüngsten im Bunde, der elfjährigen Marie-Christin Kaufmann, reicht das Tanzen noch lange nicht, sie spielt noch Korbball. Als Nesthäkchen aber, sagt sie, empfinde sie sich nicht, „ich fühl mich absolut akzeptiert in der Garde“. Nicola Steffen (14) spielt noch Fußball. Und weil die Garde nicht nur zu Fasching, sondern auch bei Geburtstagen, Vereinsfeiern oder privaten Anlässen tanzen möchte, „bieten wir mittlerweile auch an, uns für Tanzdarbietungen buchen zu können“.

Mittlerweile leiten Kaufmann und Kauppert neben der Garde fünf weitere Tanzgruppen, weil die Nachfrage immer noch sehr hoch ist. Nun wollen die beiden die „älteren“ Tänzerinnen der Garde gewinnen, die Schautanzgruppen der Kleinen zu leiten. „Irgendwann wird es uns dann doch mal zu viel, immerhin müssen wir ja auch noch arbeiten und brauchen bei Gelegenheit auch mal Freizeit“, sagt Linda Kaufmann.

Irgendwelche Wünsche an den Hauptverein haben die Mädchen für ihre kleine Gruppe nicht. Fast nicht. Nur der Finger von Sophie Schreyer (14) hebt sich: „Ich würde gerne in Sommerach Hockey spielen.“

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