Nordheim

Sibylle Säger will Nordheimer Gemeindechefin werden

Seit 2008 sitzt sie im Nordheimer Gemeinderat, nun fordert Sibylle Säger (CSU) Bürgermeister Guido Braun heraus. Zu einem möglichen Baugebiet bezieht sie Stellung.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die CSU/Freie Bürger Wählergemeinschaft Nordheim schickt Sibylle Säger (Mitte) ins Rennen um das Amt der Bürgermeisterin. Landtagsabgeordnete Barbara Becker (links) und CSU-Bezirksrätin und Wahlleiterin Gerlinde Martin gratulierten. Foto: Walter Braun
+1 Bild

Nun ist es amtlich: Nordheims Bürgermeister Guido Braun bekommt bei den Kommunalwahlen im März kommenden Jahres Konkurrenz. Mitbewerberin um den Chefsessel im Nordheimer Rathaus ist seit Donnerstagabend die 48-jährige Sibylle Säger, die seit 2008 Mitglied des Gemeinderates ist.

In der gut besuchten Nominierungsversammlung der Wählergemeinschaft CSU/Freie Bürger erläuterte Bezirksrätin Gerlinde Martin zunächst das Wahlprozedere. Martin war es auch, die anschließend als Wahlleiterin fungierte.

Kommunalpolitikerin mit klaren Zielen

Bei der Nominierung des Bürgermeisterkandidaten kam der Vorschlag von Eva Dinkel, Sibylle Säger das Vertrauen zu schenken, keineswegs überraschend. Dinkel bezeichnete Säger als eine Kommunalpolitikerin, der das Gemeindewohl seit vielen Jahren am Herzen liegt und die auch bei schwierigen Themen mit klaren Zielvorstellungen ihre Meinung vertritt.

Zahlreiche Informationen rund um die Kommunalwahlen 2020 finden Sie hier.

Säger stellte sich kurz vor und gab hierbei zu verstehen, "dass sie sich ohne die Offenheit vieler Bürger eine Kandidatur nicht zugetraut hätte". Ihr größtes Hobby ist die Musik, ob nun als aktiver Bestandteil der Nordheimer Musikkapelle oder als Kreisvorsitzende des Nordbayerischen Musikbundes. "Die Bürger müssen sich in Nordheim vertreten und wohl fühlen, egal ob Winzer oder Gastronom, ob Angestellter oder Arbeiter, egal ob Beamter, Student oder Schüler", sagte Säger. Ihrer Aussage zufolge lebt ein Dorf von und mit seinen Bürgern, aber auch von den Vereinen. "Wir möchten wieder das Miteinander hier in Nordheim leben", betonte die Kandidatin. Das sei wichtig für die Jugend, junge Familien und Senioren, um attraktiv und lebenswert zu bleiben.

"Ja wir brauchen ein Baugebiet, aber es muss für mich in einer Verträglichkeit zum Ort ausgeführt werden."
Sibylle Säger, Bürgermeister-Kandidatin in Nordheim

Attraktiv bedeutet für Säger beispielsweise die Sanierung der Mainstraße, Spielplätze zu erhalten, zu sanieren, behindertengerecht zu gestalten oder etwa jungen Familien bezahlbares Bauland zu bieten. "Ja wir brauchen ein Baugebiet, aber es muss für mich in einer Verträglichkeit zum Ort ausgeführt werden und die Bauplätze müssen bezahlbar für unsere Familien, bleiben", betonte Säger.

Auf der Agenda der Kandidatin ganz oben steht eine sehr gute Kindertagesstätte mit Kinderkrippe, Kindergarten und Kinderhort mit Schulkindbetreuung. Als weitere Schwerpunkte nannte Säger eine Tagesbetreuungsstätte für Senioren, die Realisierung des Wasserspeicher-Projektes oder der Erhalt der wunderbaren Kulturlandschaft.

Dank von Barbara Becker

Bei der anschließenden Wahl votierten 38 von 39 Stimmberechtigten für die Bürgermeisterkandidatin Sibylle Säger. Landtagsabgeordnete Barbara Becker informierte über Pflegestützpunkte in Bayern und dankte schließlich allen, die sich für ein Amt in der Kommune bewerben. "Jeder, der sich hier reinhängt, hat allergrößten Respekt verdient", sagte Becker. Ein Grußwort sprach auch Landratskandidat Timo Markert.  

Schließlich hatten die zwölf Gemeinderatskandidaten der Wählergemeinschaft CSU/Freie Bürger die Möglichkeit, sich vorzustellen. Der Vorschlagsliste stimmten 35 der 37 Stimmberechtigten zu.

Die Listenplätze in der Reihenfolge: Sibylle Säger, Andrè Paulus, Dieter Knoblach, Eva Dinkel, Markus Schneider, Marcus Wachler, Birgit Zugelder- Hofmann, Manuel Sauer, Marco Kestler, Petra Baumann, Falk Borchert und Jochen Reichert sowie Manuela Burger (Ersatzkandidat).

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren