KITZINGEN

Shakespeare zu Besuch am Armin-Knab-Gymnasium

Bei der Aufführung des Stücks S.O.S. Shakespeare on Stage zeigten die Schüler des Gymnasiums ihr schauspielerisches Können. Und auch ein echter Stargast war vor Ort.
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In aufwendig gestalteten Kostümen präsentierten die Schüler ihr Stück. Foto: Foto: Bettina Georgii-Steinruck

Endlich war es so weit. Nach eineinhalb Jahren harter Arbeit feierte das Stück „S.O.S. – Shakespeare On Stage“ Premiere. Das besondere dabei: Geschrieben und inszeniert hatten das Stück 15 Schüler des Armin-Knab-Gymnasiums im Rahmen ihres Projekt-Seminars – komplett in Eigenregie. Und auch die 27 Charaktere, die in dem Stück auf zwei Ebenen agierten, wurden von den Schülern verkörpert.

Originalszenen aus Shakespeares Werken

Wie es in einer Pressemitteilung der Schule heißt, besteht die Rahmenhandlung des Stücks aus einer Fernsehshow mit Live-Gästen. Der größte Star unter ihnen: William Shakespeare. Hinzu kamen zahlreiche Figuren aus den berühmtesten Werken des Schriftstellers, die auf der vorderen Bühne in die Handlung integrierte Originalszenen aus Shakespeares Werken inszenierten - in englischer Sprache.

Daneben gab es aber auch etliche Abwandlungen in moderner Umgangssprache zu belächeln, darunter eine Parodie der berühmten Geistszene aus „Hamlet“ sowie die Szenen einer gar nicht so glücklichen Ehe der vom Tod verschont gebliebenen Liebenden Romeo und Julia. Souverän spielten die jungen Darsteller laut Mitteilung den ganzen Abend – die Zuschauer wurden ständig zwischen zutiefst tragischen und zwerchfellerschütternd komischen Szenen hin und her geworfen.

Insgesamt gab es viele von Shakespeares berühmten Liebespaaren zu sehen: So verliebte sich in Szenen aus dem „Sommernachtstraum“ die Feenkönigin Titania in ihren Esel, die Liebespaare Lysander und Hermia sowie Demetrius und Helena ver- und entliebten sich in einer eindrucksvollen Zeitrafferszene etliche Male. Und im von tapsigen Handwerkern vorgeführten Stück im Stück fanden Pyramus und Thisbe ihr tragisch-lächerliches Ende. Zwischen all den mitreißend dargestellten Szenen setzte sich in den Übergängen auf der hinteren Bühne ein ständig weiter eskalierender Disput zwischen Shakespeare und den anderen Showgästen fort.

Außergewöhnliche Fechtszenen

Außergewöhnlich waren laut Pressemitteilung die professionell ausgeführten Fechtszenen zwischen Lysander und Demetrius im Sommernachtstraum sowie die zwischen Romeo und Graf Paris. Hierfür hatte die Truppe sich Johannes Steinruck als „Fechtmeister“ hinzugeholt, der den Sequenzen durch seine langjährige Schaukampferfahrung zu ihrem Glanz verhalf.

Mit den aufwendig gestalteten Kostümen und Requisiten und der von der Technik-AG gestalteten Beleuchtung bot sich den Zuschauern der ausverkauften Veranstaltung ein vielfältiger, bunter und rundum gelungener Einblick in die Welt des William Shakespeare. Und auch nach der Show war der Abend noch lange nicht beendet: Die Akteure hatten ein stilechtes Buffet mit herzhaften und süßen Speisen aus der Shakespeare-Zeit vorbereitet.

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