Wie die Polizei mitteilt, blieben alle 49 Insassen unverletzt. Allerdings streifte das Fahrzeug bei der Aktion die Außenleitplanke. Den Schaden schätzt die Autobahnpolizei auf etwa 6.000 Euro.

Bus driftete auf Böschung zu


Gegen 10.10 Uhr hatte die 47-jährige Omnibusfahrerin auf der Fahrt in Richtung Nürnberg starke Kreislaufprobleme. Die Kräfte verließen sie, sie konnte ihrer Aufgabe als Fahrerin nicht mehr nachkommen. Das über 24 Tonnen schwere Gefährt voller Fahrgäste geriet führerlos immer weiter nach rechts - auf eine etwa sechs Meter tiefe Böschung zu.

Rentnerin übernahm Steuer


Die aufmerksame Seniorin, die auf einen der vorderen Plätze mitfuhr, bemerkte die brisante Situation und übernahm beherzt das Steuer. Sie trat auf die Bremse und brachte den Bus gerade noch rechtzeitig zum Stehen. Das Fahrzeug wurde zwar auf der gesamten Länge verkratzt, als es an der Außenschutzplanke entlang schrammte, kippte aber nicht um und war danach sogar noch fahrbereit.

Die gesundheitlich angeschlagene Fahrerin wurde in ein Krankenhaus gebracht. Den Bus fuhr ein Beamter der Technischen Kontrollgruppe der Autobahnpolizei zur nächsten Rastanlage in Haidt, wo die Reisegruppe auf einen Ersatzfahrer warten musste. Die Gruppe war von Niedersachsen in Richtung Österreich unterwegs.