GROSSLANGHEIM

Seit 70 Jahren bei der Feuerwehr

Ein ganz besonderes Jubiläum hatte die Großlangheimer Feuerwehr zu feiern: Ihr ältestes Mitglied, das zugleich am längsten dabei ist, kann auf stolze 70 Jahre in der Wehr zurückblicken.
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Die Feuerwehrführung in Großlangheim und ihre treuesten Mitglieder (von links): Kommandant Andreas Sterk, sein Stellvertreter Gerald Henke, Alois Förth, Otto Sterk, Vorsitzende Roswitha Hadwiger, ihr Stellvertreter Eugen Höchner, Kassier Margret Sterk, Hans Weber, Lorenz Sterk und Schriftführerin Regina Sterk. Foto: Foto: Hermann Menth

Ein ganz besonderes Jubiläum hatte die Großlangheimer Feuerwehr am Samstag zu feiern: Ihr ältestes Mitglied, das zugleich am längsten dabei ist, kann auf stolze 70 Jahre in der Wehr zurückblicken, teilt die Feuerwehr mit. Alois Förth, dem die Vorsitzende Roswitha Hadwiger während der Jahreshauptversammlung am Samstag eine Urkunde überreichte, hält seinem Verein noch immer die Treue.

Der 89-Jährige nimmt noch rege Anteil am Geschehen rund um seine Feuerwehr und freute sich sichtlich über die Ehren, die ihm zuteil wurden. Geehrt wurden außerdem für 65 Jahre im Verein Fritz Grebner und Lorenz Sterk, für 60 Jahre Arthur Schmitt, Alois Ritzler und Reimund Pfannes und für 50 Jahre Hans Weber.

Den Ehrungen gingen die Berichte der Schriftführerin Regina Sterk und der Schatzmeisterin Margret Sterk voraus, die beide nicht nur auf das Vereinsgeschehen zurückblickten, sondern auch Bezug nahmen auf die politischen Ereignisse der vergangenen Monate: „Wo soll das alles noch hinführen?“ fragte Margret Sterk und gab einen Lösungsansatz gleich selbst: Wenn Gottvertrauen und Nächstenliebe nicht nur bei der Arbeit der Feuerwehr, sondern überall auf der Welt Grundlage wären, könnte es deutlich friedlicher zugehen.

Einen Bericht lieferte auch Kommandant Andreas Sterk: Er gab einen Überblick über Ausbildungsstand und Einsätze des vergangenen Jahres. Besonders im Gedächtnis geblieben ist dabei der Großeinsatz im Kompostierwerk im Klosterforst, wo im Sommer ein Rindenmulchhaufen in Brand geraten war. Den wohl größten Fehlalarm der jüngeren Vergangenheit hat es ebenfalls 2015 gegeben: Viele Wehren des Landkreises und aus Würzburg waren ausgerückt, weil vermeintlich ein Schweinemastbetrieb brannte. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass es sich nur um ein zu groß geratenes Osterfeuer handelte.

Derzeit sind 53 Männer und elf Frauen in Großlangheim aktiv, dazu kommen zehn Jungs und fünf Mädels in der Jugendfeuerwehr. Die hohe Frauenquote beeindruckte den stellvertretenden Landrat Paul Streng, der meinte, davon könnten andere Wehren nur träumen. „Hier ist die Welt mehr als in Ordnung“, stellte er fest und gratulierte dem Vorstand zu seiner guten Arbeit. Eine Ehrung nahm auch er vor und zwar für Otto Sterk, der seit nunmehr 40 Jahren im aktiven Dienst der Wehr steht und nach wie vor bei Übungen und Einsätzen dabei ist. Für diese „außergewöhnliche Leistung“ (Streng) gab es eine Urkunde vom bayerischen Innenministerium und das Ehrenabzeichen der Feuerwehr.

Lobende Worte fand Bürgermeister Karl Höchner. Er zog seinen sprichwörtlichen Hut vor dem, was geleistet wurde und dankte vor allem den Aktiven, die bei den Einsätzen ihren Dienst tun. „Die Sirene treibt mich immer um und ich hoffe erst, dass nichts Schlimmes ist und dann, dass alle wieder gesund zurückkommen“, so Höchner.

Anschließend leitete er die Neuwahlen für den Feuerwehrverein und der Kommandanten: Die Vorsitzende Roswitha Hadwiger, ihr Stellvertreter Eugen Höchner, Kassier Margret Sterk, Schriftführerin Regina Sterk, die Kassenprüfer Hermann Hadwiger und Eugen Höchner sowie Kommandant Andreas Sterk und sein Stellvertreter Gerald Henke wurden alle in ihren Ämtern bestätigt. Damit ist die Führungsmannschaft für die nächsten sechs Jahre dieselbe wie bisher.

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