MICHELFELD

Seit 40 Jahren in Betrieb

Ist das tatsächlich eine Kläranlage, was da fast idyllisch auf dem Weg entlang des Traugrabens in Form von drei Teichen in der Landschaft liegt? Ja, es ist die Kläranlage des Marktstefter Stadtteils Michelfeld – und die steht derzeit in der Diskussion.
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Nichts für empfindliche Nasen: Am Vorklärbecken merkt man schon, dass dies eine Kläranlage ist. Foto: Foto: Robert Haass

Ist das tatsächlich eine Kläranlage, was da fast idyllisch auf dem Weg entlang des Traugrabens in Form von drei Teichen in der Landschaft liegt? Ja, es ist die Kläranlage des Marktstefter Stadtteils Michelfeld – und die steht derzeit in der Diskussion.

Knapp 350 Meter ist die Anlage lang, die von Michelfeld kommend mit einem eingezäunten Bereich beginnt. Hier findet sich das Klärwärterhäuschen, das an eine Fertiggarage erinnert. Daran schließt sich der Haufen Abraum aus der Vorklärung an und schließlich folgt das betonierte Vorklärbecken. Hier merkt man den eigentlichen Zweck der Anlage schon, empfindliche Nasen werden selbige rümpfen.

Von hier wird das grob gereinigte Wasser in den ersten der Klärteiche geleitet, dem zwei weitere, jeweils größere folgen. Und hier gibt es auch den weiteren Hinweis auf die Kläranlage: An jedem Teich stehen Warnschilder: „Vorsicht Abwasserteich. Abstand halten.“ am Ende dann ein Abfluss des geklärten Wassers in den Traugraben.

Seit 40 Jahren arbeitet die Anlage zuverlässig und bringt auch gute Werte des gereinigten Wassers. Das belegen die Messprotokolle, wie in der Stadtratssitzung am Montagabend bekannt wurde. Umso unverständlicher ist es für die Michelfelder, dass nun hohe Investitionen – 2,5 Millionen Euro stehen im Raum – für eine Aufrüstung der Anlage nötig werden. Neben der Nitrifikation, also der Stickstoffbehandlung des Abwassers, sollen unter anderem die Klärteiche erweitert werden.

Grund genug für die Stadträte am Montagabend (siehe obenstehenden Bericht) hier nach kostengünstigeren Lösungen zu suchen.

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