SEINSHEIM

Seinsheim beendet den Hexenwahn

Viel Aufsehen erregte Mitte Mai diesen Jahres eine Eberverbrennung in einem nachgestellten Scheiterhaufen aus dem Jahr 1800 des Knauf-Museums Iphofen am Seinsheimer Galgenbrünnlein. Das Experiment diente der Vorbereitung der Sonderausstellung „Hexenwahn in Franken“. Am 2. November schlossen sich die Türen des Knauf-Museums und die Ausstellung war in Iphofen zu Ende.
Artikel drucken Artikel einbetten
(huGO-ID: 26796778) Florian Bergmann, Stefan Düll und Michael Zepmeisel vor der Infotafel zum Scheiterhaufen am Galgenbrünnlein im Juli 2014. FOTO Gerhard Krämer
+1 Bild

Viel Aufsehen erregte Mitte Mai diesen Jahres eine Eberverbrennung in einem nachgestellten Scheiterhaufen aus dem Jahr 1800 des Knauf-Museums Iphofen am Seinsheimer Galgenbrünnlein. Das Experiment diente der Vorbereitung der Sonderausstellung „Hexenwahn in Franken“. Am 2. November schlossen sich die Türen des Knauf-Museums und die Ausstellung war in Iphofen zu Ende.

Anlässlich dieser Sonderausstellung wurde von den Mitarbeitern des Knauf-Museums Iphofen und der Feuerwehr Seinsheim ein Scheiterhaufen-Experiment durchgeführt, heißt es in einer Mitteilung aus dem Knauf-Museum. Nach etwa zwei Stunden war ein bereits vorher getöteter Eber zu Asche verbrannt.

Das Experiment

Aus diesem Experiment zogen die Ausstellungsmacher damals den Schluss, dass eine Verbrennung nicht länger als maximal 2,5 Stunden gedauert haben kann. Kaum Überreste waren übrig geblieben von der Verbrennungsaktion, was auch erklärt, dass von den ehemaligen Verbrennungsplätzen nur noch wenige dauerhaft fassbare archäologische Spuren zu finden sind.

Mitte Juli diesen Jahres setzte die Seinsheimer Wehr wieder einen Scheiterhaufen auf. Dieser diente zusammen mit einer Informationstafel als Außenstelle der Iphöfer Ausstellung „Hexenwahn in Franken“ und wurde von vielen Besuchern aufgesucht. Er wird am Samstag, 22. November, abgebrannt.

Treffpunkt ist um 18 Uhr an der Kirchenburg in Seinsheim. Mit einer Fackelwanderung geht’s raus zum ehemaligen Richtplatz am Galgenbrünnlein wo die Feuerwehr Seinsheim den Scheiterhaufen kontrolliert abbrennen wird.

Die Sonderausstellung „Hexenwahn in Franken“ des Knauf-Museums ist mit dem Abbrennen des „Schauhaufens am Galgenbrünnlein in Seinsheim“ dann offiziell beendet. Im Zeitraum vom 27. Juli bis 2. November besuchten rund 23 000 Besucher die Ausstellung im Iphöfer Knauf-Museum.

Auftakt für Theaterjahr

Im Rahmen des historischen Freilichttheaters am Rathaus in Seinsheim hat der aus Michelbach an der Lücke stammende Autor Dieter Kleinhans das Thema Kinderhexe aufgegriffen und zu einem Theaterstück bearbeitet. Kleinhans ließ sich von der Ausstellung „Hexenwahn in Franken“ in Iphofen inspirieren und schuf ein Theaterwerk zum Thema Kinderhexe. Vom 23. bis 26. Juli 2015 wird das Thema Hexenwahn dann wieder im Mittelpunkt in Seinsheim stehen und sicherlich den einen oder anderen Besucher des Historischen Freilichttheaters am Rathaus in Seinsheim begeistern, heißt es zum Abschluss der Mitteilung aus dem Knauf-Museum.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.