STADELSCHWARZACH

Sein Traum ist ein Marienheiligtum in Nordghana

Eine voll besetzte St. Bartholomäuskirche, mehrere Pfarrer, ein Diakon, viele lobende und dankende Worte und ein Ständchen der Blaskapelle Stadelschwarzach – festlich und feierlich wurde am Sonntag der 80. Geburtstag von Pfarrer Winfried Heid in Stadelschwarzach gefeiert.
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Glückwunsch: Pfarrer Peter Göttke gratuliert Pfarrer Winfried Heid (links) zum 80. Geburtstag und bedankt sich für die Unterstützung in der Pfarreiengemeinschaft. Im Hintergrund Diakon Karl Leierseder. Foto: Foto: Berthel

Eine voll besetzte St. Bartholomäuskirche, mehrere Pfarrer, ein Diakon, viele lobende und dankende Worte und ein Ständchen der Blaskapelle Stadelschwarzach – festlich und feierlich wurde am Sonntag der 80. Geburtstag von Pfarrer Winfried Heid in Stadelschwarzach gefeiert.

Der Jubilar war tief beeindruckt von dem, was die Pfarrgemeinde für ihn auf die Beine gestellt hatte. Neben der Dankbarkeit für seine Gesundheit ist er sehr glücklich noch heute als Ruhestandspfarrer in der Pfarreiengemeinschaft Wiesentheid so tätig sein zu dürfen.

Für Winfried Heid, der am 4. August 1933 als drittes von fünf Kindern in Gössenheim das Licht der Welt erblickte, hat sich schon früh im Leben der Wunsch herauskristallisiert, Priester zu werden. In seiner Predigt am Sonntag, in der er gleichzeitig ein bisschen Rückschau auf sein Leben hielt, sprach er von der „Faszination Gott“, die sich im Jugendalter immer mehr ausgeprägt und gefestigt habe.

Neben der Grundlage aus seinem Elternhaus, waren es besondere Begegnungen mit Priestern, Gläubigen, seinem Heimatpfarrer und vor allem den zwei Augustinerpatres Alfons Maria Mitnacht und Barnabas Fahl, die ihn immer näher zu Gott brachten.

Von 1946 bis 1949 besuchte Winfried Heid in Schweinfurt die Realschule. Damals wie heute, so der Jubilar, hatte er nie Glaubenszweifel, und so führte ihn sein Weg 1949 ins Kilianeum nach Würzburg. 1954 trat er ins Priesterseminar ein. Während seiner Ausbildung hielt er sich mit Ferienjobs im Zementwerk Karlstadt, im Straßenbau und bei Kugelfischer über Wasser.

Acht Jahre lang Missionar

Am 14. August 1960 empfing Winfried Heid in seiner Heimatgemeinde von Pater Michael aus Burundi die Priesterweihe. Quasi direkt im Anschluss ging es für acht Jahre in die Mission nach Tamale in Ghana. Dort hat der Jubilar beim Aufbau katholischer Gemeinden mitgewirkt. Nach seinem erfolgreichen Wirken in der Dritten Welt, war Pfarrer Winfried Heid unter anderem in Reyersbach (Rhön-Grabfeld), Poppenlauer (Lkr. Bad Kissingen), Urspringen und im Dekanat Lohr tätig. 2008 trat Heid in den Ruhestand, den er in Gerolzhofen verbringt. Seit dieser Zeit hat er einen Seelsorgeauftrag für die Pfarreiengemeinschaft Wiesentheid.

Der „Chef“ der Pfarreiengemeinschaft, Pfarrer Peter Göttke, bedankte sich beim Jubilar für dessen Einsatz in der Pfarrgemeinde.

Mit der Kollekte des Gottesdienstes kam Pfarrer Heid seinem Traum wieder ein Stück näher, seiner ehemaligen Gemeinde in Nordghana ein Marienheiligtum zu beschaffen.

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