Schwester Hedwig Mayerist von den Augustinus-Schwestern wieder zur Priorin ihrer Gemeinschaft gewählt worden. Die auf der Vogelsburg lebende Schwester erhielt an Pfingsten beim Generalkapitel der Augustinus-Schwestern erneut das Vertrauen ihrer Mitschwestern. Seit zwölf Jahren ist sie Priorin. Das Generalkapitel fand ausnahmsweise in Würzburg statt, weil die Vogelsburg zurzeit Großbaustelle ist.

Schwester Hedwig ist in Erlangen geboren, lebt und wirkt seit Jahrzehnten auf der Vogelsburg. Vielen Menschen der Region ist sie durch ihre liturgischen Dienste, aber auch durch ihren Einsatz zur Bewahrung der Schöpfung insbesondere im ökologischen Weinbau bekannt. Beim in Eucharistiefeier und Vesper eingebetteten Generalkapitel in Würzburg begrüßte die alte und neue Priorin 22 Mitschwestern. In ihrem Rechenschaftsbericht streifte sie die bewältigten Aufgaben der vergangenen Jahre. Vor allem die Übergabe des Vogelsburg-Areals an die Stiftung Juliusspital (Würzburg) im November 2011 beschäftigte die Verantwortlichen der Augustinus-Schwestern, welche die Vogelsburg 1957 als geistliches Zentrum übernommen hatten.

In naher Zukunft soll der ideelle Bereich der Vereinssatzung überarbeitet werden, blickte die Priorin nach vorne. Bei ihrer künftigen Arbeit wird Schwester Hedwig von der Subpriorin Schwester Petra Bastian (Bad Vilbel) sowie den beiden Ratsschwestern Schwester Brigitte Obermeier (Würzburg) und Schwester Hildegard Seubert (Laufach) unterstützt. Aktuell leben in Deutschland und im Ausland noch 50 Augustinus-Schwestern, von denen vier Schwestern auf der Vogelsburg und zwölf in Würzburg wohnen. „Für das Haus in Würzburg müssen in naher Zukunft ebenfalls Entscheidungen getroffen werden“, verriet die Priorin.

Trotz der Übergabe der Vogelsburg an die Stiftung Juliusspital bleiben Schwester Hedwig und ihre Mitschwestern der Vogelsburg erhalten. „Wir haben hier Wohnrecht bis an unser Lebensende“, so die Priorin. Gemeinsam wollen sie das Ideal ihrer Gemeinschaft „Ein Herz und eine Seele auf Gott hin“ weiter leben, betend vor Ort sein und die Liturgien in der Kirche Mariä Schutz mitgestalten. Text/Foto: Peter Pfannes