Die Wand am Sägewerk Reinlein, die direkt an der Schlüsselfelder Straße in Geiselwind liegt, muss aus Gründen des Lärmschutzes höher dimensioniert werden als zunächst vorgesehen.

In der Sitzung des Gemeinderats teilte Bürgermeister Ernst Nickel mit, dass Messungen bei den gegenüberliegenden Anwohnern stattfanden, die dieses Ergebnis ergaben. Um besseren Schutz zu erzielen, muss sie auf einer Länge von 30 Metern künftig vier Meter hoch werden anstatt der bisherigen 2,65 Meter.

Wie Bürgermeister Nickel mitteilte, seien die Nachbarn deswegen vor Gericht gezogen, um eine Erhöhung zu fordern. Daraufhin seien Messungen erfolgt, ein Gutachten sei erstellt worden mit dem Ergebnis, dass die Lärmschutzwand auf diese Höhe ausgebaut werden müsse. Die Gemeinde habe nun die Entscheidung, ob sie die Wand am östlichen Ortseingang zulasse.

Nicht schön fürs Ortsbild

Für das Ortsbild sei die riesige Wand nicht gerade schön, so Nickel, „aber es geht hier um die Anwohner und deren Schutz“. Gemeinderat Richard Rückel äußerte Bedenken, ob die vier Meter bereits „das Ende der Fahnenstange“ seien. Der Rat stimmte der Erhöhung auf vier Metern einstimmig zu.

Wie Bürgermeister Nickel ausführte, stehe weiterhin noch eine Messung der Schwingungen aus. Anwohner hatten sich beschwert, dass beim Laufen des Gatters erhebliche Erschütterungen in ihren Häusern zu spüren seien, die sogar das Geschirr in den Schränken vibrieren lasse.

Das Unternehmen hatte bereits den Einbau einer Spundwand angekündigt, um die Situation zu verbessern.