Schwarzach

Schulsanierung: Unterricht im Containerdorf

Der Marktgemeinderat beschäftigte sich in seiner Sitzung in Schwarzach fast ausschließlich mit Bauangelegenheiten. In eigener Sache ging es um die Generalsanierung und bauliche Erweiterung der Grundschule Schwarzacher Becken mit einem Kostenvolumen von mehr als neun Millionen Euro.
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Der Marktgemeinderat beschäftigte sich in seiner Sitzung in Schwarzach fast ausschließlich mit Bauangelegenheiten. In eigener Sache ging es um die Generalsanierung und bauliche Erweiterung der Grundschule Schwarzacher Becken mit einem Kostenvolumen von mehr als neun Millionen Euro. Die Ratsrunde segnete die bereits im Entwurf genehmigte Bauplanung nunmehr ab. Der Antrag liege noch bei der Regierung, über die Außenfassade müssten noch Absprachen mit dem Landratsamt erfolgen, berichtete Bürgermeister Volker Schmitt.

Zum gleichen Vorhaben stimmte der Gemeinderat der Aufstellung einer temporären doppelstöckigen Containeranlage zu. In ihr soll während der voraussichtlich zweijährigen Bauphase der Schulunterricht und die Mittagsbetreuung Aufnahme finden, ebenso die Verwaltung. Die Anlage soll auf dem Asphaltplatz errichtet werden. Die Container sollen ab Ostern 2020 bezugsfertig stehen, so dass der Umzug in den Osterferien erfolgen kann.

Als wirtschaftlichster Anbieter erhielt das Ingenieurbüro Keller in Kürnach den Auftrag im Vorfeld der Schulsanierung die Schadstoffbelastung zu untersuchen. Der Gebotspreis lag bei 6401 Euro.

Keine fremden Pferde

Der Errichtung einer kleinen Reithalle mit Boxen und Nebenräumen in Münsterschwarzach wurde zwar zugestimmt, jedoch mit der Auflage, dass keine gewerbliche Nutzung erfolgen darf und keine fremden Pferde eingestellt werden dürfen.

Obwohl die Raumhöhe von 2,4 Metern nicht erreicht wird, genehmigte der Gemeinderat den Einbau einer Wohnung im Kellergeschoss in Münsterschwarzach. Das Landratsamt prüft, ob Belichtung und Belüftung ausreichend sind. Bürgermeister Schmitt war wichtig, dass weiterer Wohnraum geschaffen wird. Der Wohnraumschaffung dient auch ein Dachausbau in Gerlachshausen. Der Gemeinderat stimmte der Nutzungsänderung zu.

Ebenfalls in Münsterschwarzach wurde dem Bau einer Überdachung zugestimmt, nachdem die Nachbarn die Übernahme von Abstandsflächen zusicherten. Für ein Bauvorhaben im Bebauungsplan Gerlachshausen Südwest erteilte die Ratsrunde Befreiung hinsichtlich der Vorgaben der maximalen Wandhöhe und der Dachneigung.

Innerörtliche Bauplätze nutzen

In einer Bauvoranfrage gab der Gemeinderat zu erkennen, dass er einem zweigeschossigen Neubau in Münsterschwarzach zustimmen und Abweichungen bei der Dachgestaltung zustimmen werde. Wichtig sei, dass ein weiterer innerörtlicher Bauplatz genutzt werde.

In Düllstadt darf auf dem Gelände einer Gärtnerei eine weitere Verbrennungseinrichtung eingerichtet werden. Der Marktgemeinderat stimmte unter der Bedingung zu, dass die im vorgelegten Gutachten festgelegten Immissionswerte nach der TA Lärm eingehalten werden.

Für den Spielplatz in Schwarzenau wird dem Angebot des Unternehmens ABC-Team eine neue Seilbahn mit Startpodest aus Douglasienholz zum Preis von 8126 Euro beschafft. Das Unternehmen übernimmt auch den Aufbau, um die Gewährleistung zu sichern. Liefer- und Bautermin stehen noch nicht fest. Im Haushalt waren dazu 20 000 Euro bereit gestellt.

822 Euro eingespart

Bürgermeister Schmitt vergab das Gewerk Baureinigung für den Erweiterungsbau des Kindergartens St. Felizitas in Münsterschwarzach zum Gebotspreis von 3938 Euro an das Unternehmen Gegenbauer Services aus Schweinfurt. Er nutzte die Bekanntgabe für den Hinweis, dass hier eine Einsparung von 822 Euro erzielt wurde. Insgesamt liege die Summe der vergebenen Aufträge rund 78 000 Euro unter den Schätzungen. Der Umzug ist für Anfang Oktober vorgesehen, der Außenbereich ist derzeit noch in Arbeit.

Am Ratstisch herrschte Einigkeit darin, dass derzeit mangels Wirtschaftlichkeit keine kommunale Aufgaben an Dritte vergeben werden. Lediglich für die Sicherstellung der Wasserversorgung prüft die Marktgemeinde den Abschluss eines Wartungsvertrages mit den LKW Kitzingen, da bei Rohrbrüchen teils aufwändige Reparaturen erforderlich sind, die der Bauhof nicht stemmen kann.

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