SULZFELD

Schulden tilgen und investieren

„Wir sind von der Finanzkraft her in der Lage, Darlehen zu tilgen, ohne auf Investitionen verzichten zu müssen“. Dieser Satz war die Essenz aus der Rede von Sulzfelds Bürgermeister Gerhard Schenkel bei der Neujahrssitzung in der Vinothek von Winfried Luckert.
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Sulzfeld am Main
Sulzfeld am Main, Landkreis Kitzingen Foto: Selina Schätzlein

„Wir sind von der Finanzkraft her in der Lage, Darlehen zu tilgen, ohne auf Investitionen verzichten zu müssen“. Dieser Satz war die Essenz aus der Rede von Sulzfelds Bürgermeister Gerhard Schenkel bei der Neujahrssitzung in der Vinothek von Winfried Luckert.

Die Sulzfelder haben wegen der Terminenge seit Jahren keine Jahresschlusssitzung des Gemeinderats mehr, sondern treffen sich erst im neuen Jahr, wie jetzt am Dienstag. Gerhard Schenkel würdigte die Arbeit der im Mai 2014 ausgeschiedenen Gemeinderäte. Der Bürgermeister dankte auch den neuen Ratsmitgliedern für das „Bemühen, sich zu einem tatkräftigen und entscheidungsfreudigen Vertretungsorgan der Gemeinde zusammen zu finden – getragen von gegenseitigem Respekt und zusehends wachsendem Vertrauen“. Gerhard Schenkel nutzte auch die Gelegenheit, die „gedeihliche Zusammenarbeit“ mit seinen Stellvertretern Benno Wahner und Ulrich Luckert zu betonen.

Das Ergebnis dieser Arbeit könne sich sehen lassen. Denn Sulzfeld sei mit einer funktionierenden Dorfgemeinschaft und dank vieler ehrenamtlich Engagierter in den Bereichen Sport, Kultur, Bildung, Jugendarbeit, Seniorenbetreuung und Musik eine attraktive Wohngemeinde.

Bei den Investitionen stehen derzeit das Feuerwehrgerätehaus und das ehemalige Lehrerwohnhaus im Mittelpunkt. Mit einem neuen Einsatzfahrzeug und der dem Ende entgegen gehenden Sanierung und Erweiterung des Gerätehauses sei die Feuerwehr bald bestens ausgerüstet und eingerichtet. Das mitten in den Bauarbeiten stehende Lehrerwohnhaus steigere nach seiner Einweihung die Attraktivität Sulzfelds für seine Bürger auf dem musischen und kulturellen Sektor.

Die Gemeinde lädt zur Neujahrssitzung viele Vereinsvorsitzende und ehrenamtlich für die Gemeinde engagierte Bürger ein. Ihnen dankte der Bürgermeister für ihren Einsatz in Kirche, Vereinen und Verbänden, für die Bürger und die Dorfgemeinschaft. Gerhard Schenkel würdigte auch die Mitarbeiter der Verwaltungsgemeinschaft Kitzingen mit Iris Häußlein und Dieter Pfister. „Wir werden unsere kommunalen Aufgaben aus neuer Perspektive anzugehen und zu bewerten haben – angepasst an die heutigen Vorstellungen und Wünsche in unserer Gesellschaft“, skizzierte der Bürgermeister die Aufgabenstellung für die Zukunft.

Keine Bange vor der Zukunft

Für das neue Jahr sah der Bürgermeister die Erarbeitung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) als vordringliche Aufgabe an. Schenkel vermutete, dass es spannend werde, wenn die Gemeinde mit den Bürgern, Kirchen, Vereinen, Verbänden und Gruppierungen die Fragestellung angehen werde, wo die Gemeinde in 20 Jahren stehen soll.

Aus jetziger Sicht sei das vielleicht ein beängstigend wirkender Zeitraum. Wenn er aber rückblickend betrachte, wie schnell die Zeit seit der ersten Rahmenplanung zur Ortsentwicklung in den 1980er-Jahren vergangen sei, verlieren die Überlegungen für die kommenden 20 Jahre ihre Dimension.

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