Kitzingen

Schülerzahlen in Kitzingen stagnieren, Krippenplätze fehlen

Das Betreuungsangebot an den Grund- und Mittelschulen in Kitzingen ist gut. An anderer Stelle fehlen jedoch Plätze. Und für die Krippen gelten ab 2021 neue Beiträge.
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Die schulische Auslastung und die Mittagsbetreuung der Schüler in Kitzingen – hier ein Symbolbild – ist gut.  Foto: Patrick Seeger

Die Schülerzahlen in Kitzingen blieben im Vergleich zum vorherigen Schuljahr 2018/2019 nahezu identisch. In den Grund- und Mittelschulen der Großen Kreisstadt werden im laufenden Schuljahr 1176 Schüler unterrichtet, 2018 waren es mit 1145 etwas weniger. Sie verteilen sich jedoch wie zuvor auf 57 Klassen, weshalb die Schülerzahl von durchschnittlich 20,09 Kindern auf 20,63 Schüler pro Klasse leicht gestiegen ist. Das geht aus der Statistik der Kitzinger Stadtverwaltung für 2019 hervor.

An der Friedrich-Bernbeck-Schule werden im laufenden Schuljahr 173 Schüler in acht Klassen unterrichtet. Dies bedeutet einen kleinen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, in dem es 191 Jugendliche waren. 113 der derzeitigen Schüler wohnen nicht in Kitzingen, weshalb die Stadt für sie Gastschulbeiträge erhält.

Mittagsbetreuung in den Schulen gut aufgestellt

Durch etliche Ganztagsklassen, in denen insgesamt 184 Kinder der Grund- und Mittelschule Kitzingen-Siedlung untergebracht sind, sind die Schüler auch am Nachmittag gut umsorgt. Zusätzlich wird an dieser Schule eine Mittagsbetreuung angeboten, die 64 Kinder nutzen. Durch den dortigen Mensabau in den letzten Jahren wurden die entsprechenden Räume hierfür geschaffen. An der St.-Hedwig-Grundschule in der Innenstadt wurde die Mittagsbetreuung wiederum durch den Offenen Ganztag ersetzt. Hier sind in elf Kurzgruppen insgesamt 140 Schüler bis 14 Uhr und in sechs Langgruppen 120 Kindern bis 16 Uhr untergebracht. Die erforderlichen Räume wurden in Verbindung mit den Baumaßnahmen der Deustersporthalle geschaffen.

Bedarf an Betreuungsplätzen für die Kleinsten ist groß

Im laufenden Kindergarten- und Schuljahr besuchen circa 800 Kinder die Betreuungseinrichtungen in Kitzingen. 53 Kinder aus Kitzingen waren im letzten Jahr sogar in Gastkindergärten, also außerhalb der Stadt, untergebracht. Das ist ein Indiz, dass die Not an Betreuungsplätzen groß ist.

Laut Bedarfsplan der Stadtverwaltung werden in den kommenden drei Jahren 1734 Kinderbetreuungsplätze benötigt. 354 hierfür sind für Kleinsten unter drei Jahren veranschlagt. Für die Kindergartenkinder von drei bis sechs Jahren sollen 720 Plätze zur Verfügung stehen und 660 Plätze sollen der Schulkindbetreuung zugute kommen. Letztere sind laut Stadtverwaltung rechnerisch ausreichend, dringender Handlungsbedarf  besteht bei den Krippenplätzen. Hier fehlen nach jetzigem Stand in den nächsten drei Jahren 194 Plätze.  Die Stadtverwaltung will nun zusammen mit dem Stadtbauamt erarbeiten, wo und wie diese neuen Krippenplätze geschaffen werden können.

Gebühren für alle Kindertageseinrichtungen vereinheitlicht

Im Mai 2018 haben sich die Träger-Vertreter geeinigt, die Gebühren mittelfristig für alle Kindertageseinrichtungen in Kitzingen zu vereinheitlichen. Beim runden Tisch Mitte November vergangenen Jahres einigten sich die Beteiligten darauf, die Elternbeiträge ab November 2020 auf 90 Euro für bis zu vier Stunden Betreuung für Kindergartenkinder festzusetzen. Jede weitere Stunde wird mit weiteren zehn Euro berechnet. Für Krippenkinder bis zum vollendeten dritten Lebensjahr sollen die Beiträge der Eltern für bis zu fünf Stunden 150 Euro betragen. Jede weitere Stunde soll hier variabel mit zehn oder 15 Euro verrechnet werden. Die Krippengeldregelung soll ab September 2021 gelten.

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