Die Sudetenstraße in Iphofen wird zur verkehrsberuhigten Zone. Der Bauausschuss des Stadtrats hat am Montagabend dem Vorschlag von Anliegern entsprochen, die sich in einer Arbeitsgruppe zusammengeschlossen und dort mehrheitlich für eine solche Zone votiert hatten.

Den Anwohnern ging es in erster Linie darum, die Geschwindigkeit der Autos zu drosseln. Künftig gilt in der Straße Schritttempo. Parken wird nur noch in ausgewiesenen Flächen erlaubt sein, und zwar auf dem baulich abgegrenzten Mehrzweckstreifen, der bislang auch Fußgängern diente. Die dürfen die Straße künftig in ihrer ganzen Breite benutzen und genießen die selben Rechte wie Autofahrer. Es gilt das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme.

Bürgermeister Josef Mend sagte, die Stadt habe in den letzten Jahren mehrfach versucht, das Problem zu lösen. Aber sie landete stets in der Sackgasse. Jetzt sei eine breite Mehrheit der Anwohner dazu bereit gewesen, den Weg der verkehrsberuhigten Zone zu gehen. Damit seien die „meisten Interessen befriedigt“.

Die Anlieger hatten auf einer Versammlung Ende September mehrere Vorschläge diskutiert. „Unser Ziel war es, die Geschwindigkeit in der Straße zu reduzieren“, sagte Gerald Eras als Sprecher des Arbeitskreises. Die Autos seien oft so schnell, dass man als Fußgänger „von der Fahrbahn getrieben“ werde. In Iphofens ältester Siedlung wohnen inzwischen wieder viele junge Familien mit Kindern. Wichtig sei den Anwohnern aber auch gewesen, dass wie bisher auf dem Mehrzweckstreifen geparkt werden könne, nicht versetzt auf beiden Seiten der Straße, wie es in einem der Vorschläge angeklungen war. „Wir müssen davon abkommen, dass Autos überall Vorrang haben“, sagte Stadträtin Peggy Knauer, die im Neubaugebiet Hündlein vor Jahren für eine ähnliche Regelung gekämpft hat.