Würzburg
Kripo warnt!

Schockanrufer ergaunern fast 4000 Euro

Mehrere tausend Euro haben am Mittwochmittag drei Unbekannte wieder mit so genannten Schockanrufen erschwindelt. Zwei russischstämmige Senioren aus dem Heuchelhof und aus Versbach wurden Opfer der bekannten Betrugsmasche.
Artikel drucken Artikel einbetten
Symbolbild.
Symbolbild.
Das Vorgehen der Betrüger ist immer wieder dasselbe: Eine Russisch sprechende Person ruft an und gibt sich als Verwandter oder guter Bekannter aus, der angeblich in eine Notlage geraten sei, aus der er sich nur dann wieder befreien könne, wenn er schnell über einen bestimmten Geldbetrag verfügen könnte. Bei den ausgewählten Opfern handelt es sich in der Regel um ältere Menschen russischer Herkunft.


Anrufer fordern 15.000 Euro
Bei einem 84-Jährigen gab einer der Täter vor, der Sohn des Angerufenen zu sein. Er habe ein Mädchen angefahren und benötige für die anstehende Operation nun einen hohen Bargeldbetrag. Ein angeblicher Bekannter des "Sohnes" übernahm dann das Gespräch und machte dem Rentner weis, dass hierfür 15.000 Euro von vonnöten wären. Da er so viel nicht zahlen konnte, bot das Opfer den Männern 3000 Euro Bargeld an, die im weiteren Verlauf von dem "Bruder" des verletzten Mädchens abgeholt wurden.

Schockanrufer führten Rentner hinters Licht by Infranken.de

Den Kugelschreiber des Betrogenen, mit dem der Schwindler den Empfang des Geldbetrages quittierte, nahm der Täter zu allem Überfluss auch gleich mit. Diesen Mann beschrieb der Geschädigte als etwa 175 cm groß, zirka 25 Jahre alt, von schlanker Figur und mit einer grauen Jacke ohne Kapuze sowie einer grauen Hose bekleidet.

Der selben Geschichte schenkte noch ein weiteres Opfer Glauben. Der 80 Jahre alte Rentner übergab den Betrügern insgesamt 800 Euro. Auch hier wird der Täter als etwa 25 Jahre alt, zirka 180 cm groß und mit einer hellbraunen Lederjacke bekleidet beschrieben.


75-Jähriger glaubt die Geschichte nicht
Keinen Erfolg hatten die Betrüger hingegen bei einem 75-Jährigen, der die Geschichte der Täter bald als unglaubwürdig abtat und einfach auflegte. In seinem Fall hatte sich eine junge Frau mit weinerlicher Stimme auf Russisch als seine Tochter ausgegeben und ebenfalls vorgegeben, dass bei einem Unfall ein Mädchen schwer verletzt worden sei.

Das Gespräch wurde dann an einen Mann übergeben, der vorgab, Rechtsanwalt zu sein. Auch hier wurde wieder die Summe von 15.000 Euro ins Spiel gebracht. Die "Enkelin" sollte das Geld abholen.


Täter schlagen oft am Wochenende zu
Die Kriminalpolizei Würzburg warnt in diesem Zusammenhang nochmals vor dieser Betrugsmasche.
Aufgrund von Erfahrungen aus vorausgegangenen Taten kann damit gerechnet werden, dass die Täter auch nächsten Tage noch aktiv bleiben. Insbesondere die Wochenenden nutzen die Betrüger gerne für ihre Anrufe. Hinweise werden erbeten unter der Telefonnummer 0931/457-1732.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren