WIESENTHEID

Schnelleres Internet nicht um jeden Preis

Die Gemeinde Wiesentheid möchte künftig möglichst alle ihre Haushalte mit schnellerem Internet versorgen. Bis zu 30 Megabit/Sekunde soll die Geschwindigkeit in nahezu allen Haushalten betragen, lautet das Ziel.
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Ein Jugendlicher sitzt vor einem Internetrechner: Symbolbild Internet. Foto: Foto: dpa

Die Gemeinde Wiesentheid möchte künftig möglichst alle ihre Haushalte mit schnellerem Internet versorgen. Bis zu 30 Megabit/Sekunde soll die Geschwindigkeit in nahezu allen Haushalten betragen, lautet das Ziel.

Nicht nur an die Ortsteile soll dabei gedacht werden, sondern auch an die Bürger, die in abgelegenen Mühlen oder Einöden leben, auch wenn die Kosten dazu teilweise recht hoch sind, wie in der Sitzung des Gemeinderats offengelegt wurde.

„Überzogen“, fand Gemeinderat Walter Rosentritt den Anteil, den die Gemeinde für einzelne Gehöfte übernimmt. „Ich bin dafür, dass wir alle anschließen, aber nicht um jeden Preis.“ Er zitierte dabei etwa die 21 000 Euro, die für die Fallmeisterei in Wiesentheid wie auch für die Obere Papiermühle in Feuerbach fällig wären. Bei der Unteren Papiermühle dort verblieben 10 800 Euro, für die Untersambacher Mühle fallen 14 400 Euro an.

Unwirtschaftlich und ungerecht nannte es Rosentritt. Teilweise wohne nur eine Person in den Gehöften, gab er zu bedenken. Auch Andreas Laudenbach fand so hohe Beträge für einen Hausanschluss nicht für tragbar, zumal es auch Funklösungen gebe.

Die drei Einöden solle man ausnehmen – oder eben einen Mittelpreis pro Kopf erheben, schlug Ratsmitglied Rosentritt vor. Das sei aber wegen der Förderrichtlinien nicht zulässig, hielt ihm Verwaltungsleiter Christian Sturm entgegen. Ob eine Eigenbeteiligung möglich ist, wollte auch Ratsmitglied Otto Hünnerkopf wissen. Das will die Gemeinde prüfen.

Alles in allem fallen 1,150 Millionen Euro an, trug Bürgermeister Werner Knaier den Räten vor. Darin sind Verbesserungen für die Ortsteile Feuerbach und Reupelsdorf vorgesehen, dazu soll das neue Gewerbegebiet in Wiesentheid aufgerüstet werden, sowie mancher Betrieb.

Nach Abzug der Förderung durch den Freistaat Bayern blieben der Kommune 276 000 Euro, die sie zusteuern müsste.

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