Sickershausen

Schlagkräftige Kitzinger Stadtteilwehren

Feueralarm am frühen Sonntagmorgen für die Kitzinger Stadtteilwehren Sickershausen, Hohenfeld, Repperndorf und Hoheim: Ein Lagerfeuer von Jugendlichen am Flurgebiet Gollach war außer Kontrolle geraten und hatte durch Funkenflug das Dach einer großen landwirtschaftlichen Halle in Brand gesetzt. Das Feuer drohte auf die anliegenden trockenen Wiesen und den Wald überzugreifen. Zwei Jugendliche, die selbst einen Löschversuch gestartet hatten, wurden seitdem in der Halle vermisst.
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Rettungseinsatz für vermisste Personen in einer Lanwirtschaftshalle in Sickershausen. Foto: Willi Paulus
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Feueralarm am frühen Sonntagmorgen für die Kitzinger Stadtteilwehren Sickershausen, Hohenfeld, Repperndorf und Hoheim: Ein Lagerfeuer von Jugendlichen am Flurgebiet Gollach war außer Kontrolle geraten und hatte durch Funkenflug das Dach einer großen landwirtschaftlichen Halle in Brand gesetzt. Das Feuer drohte auf die anliegenden trockenen Wiesen und den Wald überzugreifen. Zwei Jugendliche, die selbst einen Löschversuch gestartet hatten, wurden seitdem in der Halle vermisst.

Dieses Übungsszenario setzte einen realen Einsatzplan in Kraft. Über 70 Wehrleute wurden bei ihrem Eintreffen durch die Einsatzleitung eingewiesen, jeder wusste, wo er anzupacken hatte. Eine Gruppe löschte das Lagerfeuer, der zweite Löschangriff wurde von der Feuerwehrleiter aus auf das brennende Dach gestartet. Da laut Einsatzplan der See ausgetrocknet war, musste die Wasserversorgung vom angestauten Sickerbach aus, dem nächsten Hydranten und den 4800 Litern aus dem Tanklöschfahrzeug sichergestellt werden. Außerdem konnte ein Landwirt mit einem 5000 Literfass Wasser beisteuern.

Schwierig gestaltete sich die Rettung zweier Jugendliche aus der Halle. Mit schwerem Atemschutz konnten die Wehrleute in die Halle eindringen und die Männer retten. Beobachtet wurde die Übung von Stadtbrandinspektor Mathias Gernert, Kreisbrandmeister Steffen Gernert, Oberbürgermeister Siegfried Müller, Feuerwehrreferentin im Stadtrat Gertrud Schwab und mehreren  Stadträten.

Bei der abschließenden Manöverkritik am Feuerwehrgerätehaus lobte der Sickershäuser Kommandant Philipp Heigl das Zusammenspiel der Wehren. Das sei auch Zweck der Übung. Oberbürgermeister Siegfried Müller sagte, die Stadt versuche, durch gute Ausrüstung die Stadtteilwehren schlaglräftig zu machen. Sein Dank galt den Einsatzkräften, die 365 Tage im Jahr freiwillig Dienst für die Allgemeinheit leisteten.

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