Martinsheim

Schafkopf und Spaziergänge: August Ebert feiert 95.

August Ebert feierte seinen 95. Geburtstag mit der Familie im Uffenheimer Gerlach-von-Hohenlohe-Stift, in das er 2013 von seinem Wohnort Unterickelsheim gezogen ist. Auch der Martinsheimer Bürgermeister Rainer Ott kam zum Gratulieren.
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Auch der Martinsheimer Bürgermeister Rainer Ott (links) gratulierte August Ebert zum 95. Geburtstag. Foto: Bernhard Volkamer

August Ebert feierte seinen 95. Geburtstag mit der Familie im Uffenheimer Gerlach-von-Hohenlohe-Stift, in das er 2013 von seinem Wohnort Unterickelsheim gezogen ist. Auch der Martinsheimer Bürgermeister Rainer Ott kam zum Gratulieren.

Bis vor wenigen Wochen hat er noch jeden Samstag Schafkopf gespielt. "Wehe, es wollte ihn dann jemand besuchen", erzählt sein Sohn Klaus Ebert. Da hatte er keine Zeit. Einmal in der Woche spielte er bis vor kurzem noch mit anderen "Mensch ärgere dich nicht" und nahm regelmäßig am Gedächtnis-Training teil. Bis heute geht er noch mindestens zweimal am Tag mit seinem Gehwagen zum Spazieren gehen hinaus. Selbst nach seiner Geburtstagsfeier ging er noch einmal hinaus, eine Runde laufen.

In Schwand bei Schillingsfürst geboren half Ebert in der elterlichen Landwirtschaft mit, bevor er zum Kriegsdienst als Kradmelder eingezogen wurde. Dankbar erinnert er sich an seinen Beifahrer, der ihn, als er am 6. Juni 1944 in Frankreich auf eine Mine gefahren war, aus den brennenden Fahrzeugteilen gezogen hatte. Nach einem Lazarettaufenthalt wurde Ebert an die Front nach Schlesien geschickt.

Im Mai 1945 geriet er in russische Gefangenschaft, aus der er im Oktober 1947 entlassen wurde, und so in seine Heimat zurückkehren konnte. Dort lernte er seine Frau Lotte, eine verwitwete Volkamer, aus Unterickelsheim kennen, die er 1957 heiratete. Das Paar, das einen Sohn hat, zog nach Unterickelsheim. 1993 starb Eberts Frau im Alter von 65 Jahren. Ebert arbeitete in der Landwirtschaft, fuhr zehn Jahre lang das Milchauto und arbeitete bis 1983 zuletzt in der Zuckerfabrik in Ochsenfurt. Selbst nach 35 Jahren Rentnerdasein kann er sich mit dem richtigen Gesprächspartner stundenlang über die Zuckerfabrik unterhalten und ist wissbegierig, was es dort alles Neues gibt.

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