Sulzfeld

Sanierungskonzept steht: Grundlage für Förderung geschaffen

Dank seiner Wehrmauern mit 21 Türmen gilt die Gemeinde Sulzfeld als bauhistorisches Juwel. Unter Berücksichtigung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) präsentierten die Gemeinderäte ihrem Sanierungsplaner Franz Ullrich ein Entwicklungskonzept für die Wehrmauer mit Türmen, das sie in ihrer Sitzung am Dienstag abgesegnet hatten. Damit schufen sie die Grundlage zur Antragstellung für Fördermittel.
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Insgesamt 21 Türme gehören zur Wehrmauer um den Sulzfelder Altort. Der Gemeinderat verabschiedete jetzt ein Sanierungskonzept, erarbeitet von Sanierungsplaner Franz Ullrich. Foto: Hartmut Hess
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Dank seiner Wehrmauern mit 21 Türmen gilt die Gemeinde Sulzfeld als bauhistorisches Juwel. Unter Berücksichtigung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) präsentierten die Gemeinderäte ihrem Sanierungsplaner Franz Ullrich  ein Entwicklungskonzept für die Wehrmauer mit Türmen, das sie in ihrer Sitzung am Dienstag abgesegnet hatten. Damit schufen sie die Grundlage zur Antragstellung für Fördermittel. 

Sanierungskonzept auf 80 Seiten

Franz Ullrich dokumentierte in seinem 80 Seiten umfassenden Konzept den Bestand, gab Empfehlungen für künftige Nutzungen und definierte Ziele für Sanierungsprojekte. Seine Übersicht  verfolgte übergeordnete Ziele: Erhalt, Sanierung und Entwicklung des Altorts, Förderung von Wohnraum und Belebung des Altorts, Verjüngung der Bevölkerungsstruktur sowie Pflege des  charakterlichen Ortsbildes.

Ullrich erläuterte detailliert, wie die Türme künftig genutzt werden können:  ob durch Vereine oder als privatwirtschaftlicher Wohnraum sowie für touristische Zwecke. Die Nutzung als Wohnraum soll durch die Bezuschussung der Sanierungsvorhaben noch attraktiver gemacht werden. So würden später vielleicht noch mehr Türme bewohnt werden, als das heute der Fall ist. Die Gemeinde will deshalb alle privaten Turmbesitzer über Konzept und Fördermöglichkeiten informieren. 

Genehmigung für Offene Ganztagsschule

Die Gemeinde bekam von der Regierung von Unterfranken die schulaufsichtliche Genehmigung für die Errichtung einer Offenen Ganztagsschule (OGS) in Aussicht gestellt. Sollten die zusätzlichen Räume für die OGS nach bisheriger Planung in Container-Bauart entstehen, haben die Verantwortlichen nun eine Alternative im Auge: eine Ständerbauweise mit fertigen Modulen, um eine höhere Qualität der Gruppenräume zu erzielen.

Der beauftragte Architekt Friedrich Staib soll dafür die Kosten ermitteln. Bürgermeister Gerhard Schenkel ging davon aus, dass bis zur nächsten Ratssitzung am 30. Juli alle Unterlagen und Genehmigungen vorliegen, um die OGS-Umsetzung fertig zu beschließen. Da die neuen OGS-Räumlichkeiten auf Brandschutz zu überprüfen sind, beschloss das Gremium, in diesem Zuge auch das bestehende Schulhaus überprüfen zu lassen. Die Gemeinde will auch ihre Homepage neu gestalten lassen. Der Empfehlung des Tourismusausschusses, die Wiesentheider "Agentur 302" von Jonas Schug damit zu beauftragen, kam der Gemeinderat geschlossen nach.

Bedarf für Städtebauförderung angemeldet

Die Bedarfsmitteilung der Gemeinde an Geldern aus dem Städtebauförderungsprogramm bei der Regierung von Unterfranken für das kommende Jahr beläuft sich auf 360 000 Euro. Dabei werden erstmals auch die Planungskosten für das Sanierungskonzept der Wehrmauern mit Türmen beinhaltet sein.

Claudia Gattenlöhner hatte sich schriftlich an die Gemeinde gewand, um eine Berichtigung im Gemeindeblatt zu erbitten. Aus dem Sitzungsprotokoll war im Gemeindeblatt die Beschlussfassung mit Diskussionsverlauf, auch mit Meinungsäußerungen von Ratsmitgliedern zum Zuschuss-Antrag einer Street-Art-Aktion, veröffentlicht worden. Die Gemeinderäte lehnten Gattenlöhners Antrag auf Berichtigung ab, da die Veröffentlichung exakt den Sitzungsverlauf wiedergebe und damit den Tatsachen entsprochen habe.

Nicht teilnehmen möchte das Ratskollegium an dem Förderprojekt Energiecoaching Plus der Regierung von Unterfranken. Denn als denkmalpflegerisch und bauhistorisch einmaliger Ort vertrage Sulzfeld,ihrer Ansicht nach, beispielsweise die Errichtung von Photovoltaikanlagen zur Erzeugung von regenerativem Strom nicht.      

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