Mit dem Gedenken an den vergangene Woche verstorbenen Altbürgermeister Walter Baunach begann die letzte Sitzung des Mainbernheimer Stadtrats in diesem Jahr am Freitagabend. „Wir bedanken uns für seine Arbeit für die Stadt und wollen ihm ein ehrendes Andenken bewahren“, sagte sein Nachfolger im Amt, Karl Wolf.

Traditionsgemäß ist die Jahresschlusssitzung des Mainbernheimer Stadtrats eine Arbeitssitzung ohne Rückblicke, für die Wolf die Bürgerversammlung vorsieht. Ein wenig blitzte in der Sitzung dann auch der Wahlkampf auf.

Einige Unwägbarkeiten haben die auf rund 260 000 Euro geschätzten Kosten für die Sanierung des städtischen Wohnhauses Herrnstraße 7 um rund zehn Prozent auf nun 287 000 Euro steigen lassen, wie Architekt Alfred Konnerth erläuterte.

Um dem im Januar fertigen Haus noch den letzten Schliff zu geben, schlugen Konnerth und die Verwaltung vor, der Treppe einen neuen Anstrich zu verpassen und die Podeste und 42 Stufen abzuschleifen und zu versiegeln. Die Kosten in Höhe von knapp 5000 Euro genehmigte der Stadtrat einstimmig.

Weitgehend wie geplant, kann es mit der Neugestaltung der Grabengärten weiter gehen, wie Wolf von einem Gespräch mit dem Staatlichen Bauamt berichtete. Demnach übernimmt das Amt die bislang zugesagten Kosten für die Arbeiten, die im Zusammenhang mit der Bundesstraße anfallen. Die Beleuchtung für die Querungshilfe bleibt allerdings in städtischer Verantwortung – damit auch die Kosten.

Keine Parkplätze an der Mauer

Bei näherer Betrachtung erwiesen sich die geplanten „Fototouristparkplätze“ entlang der Stadtmauer als wenig sinnvoll, da sie zum Teil die Sicht von Ausfahrten behindern und auch ansonsten eher verkehrsgefährdend sind. Deshalb werde, so Wolf, versucht, lediglich im Bereich der Bushaltestellen von und nach Iphofen je ein bis zwei solcher Kurzhalteplätze einzurichten.

Zwischen dem Buswartehäuschen und der Stadtmauer könnte der Radweg auch gepflastert ausgeführt und damit der geplante Platzcharakter auch einheitlich gestaltet werden. Dies müsse aber noch zwischen den Ämtern abgestimmt werden. Wenn alles gut läuft, könnte mit den Arbeiten im April kommenden Jahres begonnen werden. Da die Arbeiten rund sechs Monate dauern, sind über die Bewirtschaftung der Grabengärten noch Diskussionen nötig.

Freie-Wähler-Sprecher Peter Kraus beschwerte sich in diesem Zusammenhang, im Ort werde seiner Fraktion vorgeworfen, gegen die Sanierung der Grabengärten gewesen zu sein, was so nicht stimme. SPD-Mann Robert Finster konterte: „Lies die Protokolle, da steht's drin.“

Auch wenn bis dahin noch keine neue Fluchttüre in die Mehrzweckhall eingebaut ist, die geplante Faschingsveranstaltung kann stattfinden, wenn die Feuerwehr eine Brandwache abstellt. Deshalb sahen die Räte auch keine Veranlassung, sich mit dem Thema weiter auseinander zu setzen, denn die Bestellzeit für die Türe würde bis zu zwei Monate betragen. So kann der Rat in seiner nächsten Sitzung eine ordentliche Entscheidung treffen.