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Volkach

Saniertes Bad: Alle Kinder können dort schwimmen lernen

Nach seiner Generalsanierung wurde das Volkacher Hallenbad offiziell eingeweiht. Drei entscheidende Gründe gab es für den Bürgermeister, das Bad auf Vordermann zu bringen.
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Im nagelneuen Hallenbad stellten sich die Hauptpersonen der Einweihungsfeier dem Pressefotografen (von links): Bürgermeister Peter Kornell, Pfarrerin Christiane Rüpplein, Simon Wenger (Projektsteuerung), Pfarrer Johannes Hofmann, Bauhofleiter Harald Troll, das Bademeisterteam mit Betriebsleiterin Nicole Mokros (Neunte von links), stellvertretender Landrat Paul Streng (ab Dritter von rechts), Bauamtschefin Ulla Gistel-Gareis und Regierungsvizepräsident Jochen Lange. Foto: Peter Pfannes
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Fast 49 Jahre nach seiner Inbetriebnahme ist die Generalsanierung des Volkacher Hallenbads abgeschlossen. Am Sonntagnachmittag wurde die schmucke Freizeiteinrichtung mit einem Tag der offenen Tür feierlich eingeweiht. Pfarrerin Christiane Rüpplein und Pfarrer Johannes Hofmann segneten in einer ökumenischen Feierstunde das Hallenbad und wünschten "Gesundheit an Leib und Seele" für seine Benutzer. Etwa 150 Gäste kamen zum Auftakt des offenen Bades und erlebten einen kurzweiligen Nachmittag.

Innenleben des Schwimmbads kennen lernen

"Dieses Hallenbad wird wirklich gebraucht", sagte Bürgermeister Peter Kornell in seiner Ansprache. Der Tag der offenen Tür sei dazu da, das Innenleben der Badeanstalt kennen zu lernen und "es ins Herz zu schließen".

Drei Gründe nannte er für die Entscheidung des Stadtrats pro Generalsanierung: 1. Alle Kinder an der Mainschleife sollen schwimmen lernen durch Schwimmkurse der Wasserwacht für Kleinkinder und den Schulschwimmunterricht. 2. Schwimmen als Teil des Schulsports. 3. Schwimmen zum Erhalt der Gesundheit für die gesamte Bevölkerung – es gehe nicht um ein Spaßbad.

Walmdach ersetzte das undichte Flachdach

Das Stadtoberhaupt erinnerte an die Eröffnung des Hallenbades im Oktober 1970, gebaut als Zweifach-Sportstätte für den Schul- und öffentlichen Betrieb. Finanziert wurde es mit Mitteln der Stadt und Zuschüssen von Bund, Land, Landkreis sowie Spenden. 1989 begannen die ersten Planungen zur Sanierung, Strukturveränderung und Attraktivitätserhöhung. Man beschränkte sich damals auf die Sanierung der Schwimmbadtechnik und die Errichtung eines Walmdaches, weil das Flachdach undicht war. Nach Betonsanierung am Becken im Jahr 2000 mussten in der Folgezeit laut Kornell immer wieder umfangreiche Unterhalts- und Sanierungsarbeiten an Fliesen und technischen Anlagen durchgeführt werden.

Im Jahr 2002 begannen die Probleme mit Legionellen in den Sanitärbereichen, später auch im Beckenwasser. Der Betrieb konnte in enger Zusammenarbeit und unter Aufsicht des Gesundheitsamtes Kitzingen aufrechterhalten werden. Der Bürgermeister erinnerte an die ersten Überlegungen zur Generalsanierung des Hallenbades 2008. "Kann sich die Stadt zwei Bäder leisten?", lautete damals die entscheidende Frage.

Vor der Sanierung stieg die "Stöpselparty"

Im Jahr 2014 beriet der Stadtrat eine vom Büro Fritz-Planung gefertigte Machbarkeitsstudie. Im Oktober 2015 erhielt der Generalplaner Krieger & Partner aus Velbert den Auftrag, das Hallenbad zu sanieren. Im Januar 2017 wurde der Stöpsel aus dem Becken gezogen und eine "Stöpselparty" gefeiert . Die Sanierung begann.

Mit 6,7 Millionen Euro Gesamtkosten lag das Projekt 4,5 Prozent über der ursprünglichen Kostenschätzung von 6,4 Millionen Euro. Damit sei man gut bedient, betonte Kornell. Er dankte der Regierung von Unterfranken, die das Projekt mit 2,7 Millionen Euro förderte . Regierungsvizepräsident Jochen Lange stellte fest: "Das Werk ist gelungen." Gerade für den Schulsport sei das Hallenbad sehr wichtig. Die Grundlage der Förderung sei die Bereitschaft der Stadt gewesen, den Großteil der Kosten zu tragen.

Das Schwimmbad ist jetzt barrierefrei zugänglich

Charlotte Erk meinte: "Das Hallenbad ist in jeder Hinsicht ein Gewinn." Nach zwei Stunden Schwimmen seien die Kinder viel konzentrierter bei der Sache, stellte die Konrektorin der Grundschule Volkach fest. Ohne Schwimmer gäbe es keine Rettungsschwimmer, wusste Sylvia Voit von der Volkacher Wasserwacht. Auch Reha-Sportgruppe und Rheuma-Liga würden das Bad stark nutzen. Das neue Bad ist barrierefrei und hat separate Umkleidekabinen und einen extra Sanitärbereich für Menschen mit Handicap.

"Die Generalsanierung war eine weise Entscheidung der Stadt, denn es macht die gesamte Region attraktiver", wusste stellvertretender Landrat Paul Streng.

Ein Grußwort sprach Heiko Bäuerlein für den Förderverein Volkacher Bäder, der einen Infostand und eine Spendenbox errichtet hatte. Betriebsleiterin Nicole Mokros übernahm von Kornell den symbolischen Schlüssel. Die Bademeister Dominik Fries und Ludwig Scheckenbach führten die Besucher durch die Technikräume des Bads. Die Wasserwacht und die Tauchergruppe zeigten Rettungsvorführungen. In der Turnhalle servierten sie Kaffee und Kuchen.

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