Marktbreit
Treffpunkt

Sanierte Räume für die Marktbreiter Jugend

Im sanierten Jugendzentrum in Marktbreit finden die Jugendlichen Spaß und Action, aber auch Ruhezonen zum Lesen oder Hausaufgaben machen. Das Angebot stimmt, doch an Jugendlichen, die es annehmen, mangelt es noch.
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Gemeinsam schlagkräftig für die Jugend im Landkreis und in Marktbreit im Speziellen (von links): Kreisjugendpflegerin Margrit Fragmeier, Jakob Roth, 1. Vorsitzender des Fördervereins Jugendzentrum Marktbreit e.V., Ralf Limberg, 1. Vorsitzender des Kreisjugendrings, und Stefanie Bühler, Sozialpädagogin der Stadt Marktbreit.   Foto: ezw
Gemeinsam schlagkräftig für die Jugend im Landkreis und in Marktbreit im Speziellen (von links): Kreisjugendpflegerin Margrit Fragmeier, Jakob Roth, 1. Vorsitzender des Fördervereins Jugendzentrum Marktbreit e.V., Ralf Limberg, 1. Vorsitzender des Kreisjugendrings, und Stefanie Bühler, Sozialpädagogin der Stadt Marktbreit. Foto: ezw
Das neu sanierte Jugendzentrum in Marktbreit (Juz) kann sich sehen lassen. Ein Spielzimmer, ein großer Gemeinschaftsraum, Küche, Büro, Lagerraum. Alles wurde barrierefrei und behindertengerecht ausgelegt, selbst eine entsprechende Toilette ist vorhanden. Sitzgruppen, in denen es sich prima "chillen" lässt oder sich eine lustige Spielerunde zusammen findet, Karten-, Würfel- und Brettspiele für alle Altersklassen, Dartscheibe und Kickertisch, Ruhezonen zum Lesen und Hausaufgaben machen - das Marktbreiter Juz hat viel zu bieten.

Stolz präsentierten Jakob Roth, der 1. Vorsitzende des Fördervereins Jugendzentrum Marktbreit e.V., sein Stellvertreter Niklas Backhaus und die Sozialpädagogin Stefanie Bühler ihr renoviertes Domizil über dem Marktbreiter Bauhof. Der Kreisjugendring Kitzingen hatte zum Mitarbeitertreffen der Jugendarbeit im Kitzinger Landkreis geladen und dafür gerne auf die neuen Räumlichkeiten der Marktbreiter zurückgegriffen.

Wie Kreisjugendpflegerin Margrit Fragmeier gleich zu Beginn erläuterte, gehe es bei dem Jahrestreffen insbesondere um den Erfahrungs- und Informationsaustausch. Ob zeitgemäße Kommunikation über das Internet, Finanz- und Steuerfragen, oder neue Projektideen - die Anwesenden machten von der Möglichkeit regen Gebrauch und hatten mit Ralf Limberg, dem 1. Vorsitzenden des Kreisjugendrings, gleich den richtigen Mann zur Stelle.

Mit Brillen zum Rausch

So passte beispielsweise das Angebot des KJR, sogenannte "Rauschbrillen" zu verleihen, gerade ideal zu einem anstehenden Projekt in Marktbreit. Stefanie Bühler, die Sozialpädagogin der Stadt, möchte mit den Marktbreiter Jugendlichen das Thema Alkohol besprechen, und dabei würden die Spiel- und Aktionsvorschläge mit diesen Spezialbrillen eine besonders nachhaltige Wirkung erzielen.

Dieses Projekt ist nur eines von vielen, die im Marktbreiter Juz umgesetzt werden. Jeden Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 15 bis 17 Uhr hält Stefanie Bühler für Kinder ab acht Jahren allerlei Spiele und Aktionsideen parat. Auch Jugendlichen ab 14 Jahren bietet sie Donnerstag von 18 bis 21 Uhr Gesprächsrunden, Projekte und Spiele an.

Großer Renner ist der wöchentliche Kochkurs, an dem "überraschend viele Jungs" teilnehmen, wie die Sozialpädagogin verriet. Nach Herzenslust würden die 14- bis 20-Jährigen gemeinsam in der neuen Küche backen, brutzeln und kochen.

"Mit viel Leidenschaft und Herzblut" so betont Jakob Roth, engagieren sich die Vorstandsmitglieder, damit das Marktbreiter Jugendzentrum mit Leben gefüllt wird: "Ohne das würde es nicht laufen." An Ideen mangelt es ihnen nicht. Neben den spontanen Treffs am Abend und an den Wochenenden beteiligt sich das JUZ auch an vielen Festen und Aktivitäten der Stadt, vom Weihnachtsmarkt, Faschingsumzug, Drachenbootrennen bis hin zum Hüttendorf als heiß begehrte Ferienpassaktion.

Es steht und fällt mit der Truppe

Die Kreisjugendpflegerin Margrit Fragmeier freute sich über das aktive Marktbreiter Juz-Team und deren Berichte. Es sei doch immer interessant, wie so ein Jugendzentrum dann in der Realität umgesetzt werde. Doch vor allem steht und fällt es mit der Truppe, die es macht.

Angesichts der vielen Angeboten und Möglichkeiten müsste sich das Marktbreiter Juz eigentlich vor dem großen Andrang nicht mehr zu retten wissen, doch leider ist dies nicht der Fall. "Es fehlen die 14 bis 18-Jährigen!", bedauert der 1.Vorsitzende. Das Notquartier in der Schustergasse, das während der Renovierung zur Verfügung stand, hat die aktive Nutzung des JUZ abreißen lassen. Das müsse nun wieder aufgebaut werden. "Wir freuen uns über jeden Besucher, der hier mal reinschnuppern will." Berührungsängste müsse keiner haben: "Wir sind hier alle sehr offen!"

Das Jugendzentrum Marktbreit mit Diplom Sozialpädagogin (FH) Stefanie Bühler befindet sich in der Adam-FuchsAdam-Fuchs-Str.8, 97340 Marktbreit, Tel. 09332/1482, E-Mail jz_marktbreit@web.de
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