Wiesentheid

"Salatfabrik" geht in die nächste Runde

Holländischer Investor kündigt in Wiesentheid den Rückzug vom Rückzug an: Kitzinger Landratsamt soll den Bauantrag nun doch prüfen.
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Im Juni erreichten die Proteste "Stoppt die Salatfabrik" ihren Höhepunkt in Wiesentheid. Danach schien sich der Investor aus Holland zurückzuziehen, um nun doch wieder Interesse an einer 17-Hektar-Fläche zu bekunden. Foto: Dominik Berthel

Das Thema "Salatfabrik" geht in Wiesentheid in die nächste Runde . Die holländische Firma Deliscious hat sich laut Wiesentheids Bürgermeister Werner Knaier entschieden, nun doch an der Straße nach Untersambach bauen zu wollen. Das bedeutet so etwas wie den Rücktritt vom Rücktritt. Das niederländische Agrarunternehmen hat inzwischen beim Landratsamt Kitzingen beantragt, die vor einigen Wochen eingereichte „Rücknahme des Bauantrages für das Gewächshaus in Wiesentheid“ rückgängig zu machen. Die Firma möchte also, dass ihr ursprünglicher Bauantrag noch einmal eingereicht und dann doch geprüft werden soll. 

Zuletzt hatte der Wiesentheider Gemeinderat in seiner Sitzung am 12. September den Antrag des Bürgerblocks (Freien Wähler) auf Streichung der „Konzentrationsfläche“ im Flächennutzungsplan mehrheitlich abgelehnt. Diese Konzentrationsfläche und alle anderen Änderungen des Flächennutzungsplanes werden laut Bürgermeister Knaier in der nächsten Sitzung am 10. Oktober beraten. Aus Holland hatte es zuletzt Signale gegeben, dass dort alle Neubau-Optionen noch einmal genau geprüft würden und Wiesentheid durchaus weiter im (Planungs-)Spiel sei.

Der Widerstand gegen die von den Gegnern als "Salatfabrik" bezeichnete Anlage war von Anfang an groß gewesen. Es hatte sich ein Aktionsbündnis „Gegen die Salatfabrik“ gegründet, das zu Demos mit bis zu 500 Teilnehmern aufrief. Anfang September veranstaltete das Bündnis ein Bürgerfest auf dem Mehrgenerationenspielplatz, bei dem nicht zuletzt auch der Rückzug der Holländer gefeiert worden war. Verfrüht, wie seit Donnerstag nun bekannt ist.

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