Volkach

Saatgut-Festival in Volkach feiert die Vielfalt

Am Samstag, 24. Februar, stehen beim Saatgut-Festival wieder samenfeste und alte Saatgut- und Gemüsesorten im Mittelpunkt.
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Hoch lebe die Vielfalt: Auf Kartoffelsorten-Entdeckungstour beim Saatgut-Festival 2016 in Iphofen.

Die Veranstaltung hat sich zur größten ihrer Art in Deutschland entwickelt: Am Samstag, 24. Februar, stehen beim Saatgut-Festival wieder samenfeste und alte Saatgut- und Gemüsesorten im Mittelpunkt. Nach einem Jahr Pause versprechen die Initiatoren Barbara und Martin Keller vom Verein „open house“ in Mainstockheim eine Veranstaltung, die „größer, bunter und jünger“ daherkommen soll.

Noch etwas ist anders: der Veranstaltungsort. Statt nach Iphofen geht es diesmal nach Volkach in die Mainschleifenhalle. Die Besucher sind eingeladen, die Vielfalt der alten Saatgut-, Obst- und Gemüsesorten zu feiern sowie seltene Raritäten zu entdecken.

Von 10 bis 17 Uhr erwartet alle Interessierten ein buntes Programm aus Vorträgen und Ausstellungen rund um die Themen Saatgut und biologische Vielfalt. Der „Markt der Vielfalt“ bietet aufgrund der nun größeren Fläche ein noch umfangreicheres Saatgutangebot.

Etwa 2000 Besucher

Das Saatgut-Festival wird seit 2011 von ehrenamtlichen Helfern organisiert. Es ist mit etwa 2000 Besuchern die größte Veranstaltung dieser Art in Deutschland. Zusätzliche organisatorische Unterstützung bekommt das Festival in diesem Jahr von Studierenden des CampusGarten an der Universität Würzburg, die Anknüpfungspunkte zur Urban-Gardening-Bewegung aufzeigen.

In den vergangenen Jahren gewann das Festival auch über die Landesgrenzen hinaus an Bedeutung: So konnte 2014 die Trägerin des alternativen Nobelpreises Vandana Shiva als Gast begrüßt werden.

In diesem Jahr bieten die Aussteller hunderte von Tomatensorten in allen Farben und Formen, die ganze Palette der Gemüsesamen sowie Raritäten sowie Bewährtes. Umfangreiche Ausstellungen zu Getreide-, Kartoffel- und Apfelsorten ergänzen das Angebot. Themen-Ausstellungen zu Kulturpflanzen und Migration, Landwirtschaft und Naturschutz greifen zudem Themen von aktueller Relevanz auf.

Weltkulturerbe

Mit ihrem Saatgut-Festival möchten die Veranstalter für die Vielfalt der Sorten begeistern. Die Besucher sollen nicht nur dazu inspiriert werden, die Vielfalt zu genießen, sondern sie auch selbst im eigenen Garten anzubauen und zu erhalten. „Saatgut ist ein Weltkulturerbe und Allmende, eines der ältesten Gemeinschaftsprojekte der Menschheit“, sagt Barbara Keller.

„Saatgut wurde von den Menschen immer mitgenommen, wenn sie ihre Heimat verließen, denn sie waren sich bewusst, dass es ihre Lebensgrundlage ist“, erklärt Martin Keller. Fast alle Nahrungspflanzen haben einen Migrationshintergrund, die Ausstellung „Kulturpflanzen und Migration" wird zeigen, wie durch Wanderungsbewegungen des Menschen bunte Vielfalt entstanden ist.



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