Willanzheim

SV Willanzheim spendet an Kinder-Palliativ-Team der Malteser

Das erfolgreiche Weihnachtskonzert mit Übergabe einer Spende und der unerwartete Verlauf eines Fußballspiels im November prägten die Generalversammlung des Sportvereins Willanzheim (SVW) im Sportheim.
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Spende für das Kinder-Palliativteam: Diane Müller (links) freute sich über den Scheck über 2000 Euro, den die stellvertretende SV-Vorsitzende Doris Dorsch überreichte. Foto: Gerhard Bauer

Das erfolgreiche Weihnachtskonzert mit Übergabe einer Spende und der unerwartete Verlauf eines Fußballspiels im November prägten die Generalversammlung des Sportvereins Willanzheim (SVW) im Sportheim.

Vorsitzender Timo Engelmann und seine Stellvertreterin Doris Dorsch begrüßten Diane Müller als Vertreterin des Malteser Palliativ-Teams aus Würzburg. Dorsch überreichte einen Scheck über 2000 Euro. Der Männerchor im SVW hatte zu einem weihnachtlichen Benefizkonzert in die Pfarrkirche St. Martin geladen und anstelle eines Eintritts um Spenden gebeten. Die Dorffestgemeinschaft, die Feuerwehr, der Musikverein, der SVW und der Frauenbund stockten den Betrag auf und eine anonyme Spende sorgte für einen runden Betrag.

Müller berichtete, dass das Palliativteam 2017 mit fünf Pflegern und drei Ärzten begann und mit einem heute 15-köpfigen Team zwischen Arzt und Seelsorge in der Kinderpalliativklinik 39 unheilbar kranke Kinder interdisziplinär betreut. Das Team hat sich vor allem die Begleitung von Kindern zu Hause im Kreise der Familie zum Ziel gesetzt. Es wird auch Sterbebegleitung angeboten, um Kindern lange Krankenhausaufenthalte zu ersparen. "Wir leisten, was die Krankenkasse nicht leisten kann, was aber wichtig ist", unterstrich Müller. Aus Spenden konnte für 2020 eine Sozialarbeiterin finanziert werden.

Spiel endet vor dem Sportgericht

Engelmann geht in seinen Rechenschaftsberichten gewöhnlich nicht auf Spielverläufe ein. Das Verbandsspiel gegen den TSV Aub im November 2019 war daher die Ausnahme. Aus einer zunächst harmlosen Auseinandersetzung zwischen Spielern und dem Gast-Torwart hatte sich ein aggressiver Vorfall entwickelt, in den neben einigen Zuschauern auch weitere Betreuer verwickelt wurden. Es wurde geschlagen, gestoßen und beleidigt.

Die Folge: Spielunterbrechung. Der Schiedsrichterbericht enthielt weniger das Entstehen des Vorfalls, sondern schob dem Betreuer mit "drei Schlägen auf den Kopf des Gast-Torwarts" die alleinige Schuld in die Schuhe.

Der SVW wehrte sich gegen die Beschuldigungen vor dem Kreissportgericht, das nach mündlicher Verhandlung und der Anhörung zahlreicher Zeugen den Schilderungen der Willanzheimer Delegation folgte und den Torwart für drei Spiele sperrte. Derzeit läuft noch eine Berufung vor dem Bezirkssportgericht.

Rufschädigung in sozialen Medien

Engelmann beklagte weiter das Verhalten in den sozialen Medien, in denen der Vorfall einseitig aus Sicht des Schiedsrichters aufgriffen und der Willanzheimer Funktionär als brutaler Schläger hingestellt wurde. Der namentlich bekannte Verfasser eines Podcasts wurde inzwischen bei der Staatsanwaltschaft wegen Rufschädigung angezeigt.

Gleichzeitig forderte der Vorsitzende von den Medien mehr Verantwortung, Fairness und eine sorgfältigere, vor allem fundierte Berichterstattung. In kürzester Zeit sei der SVW durch Lügen und deren massive Verbreitung gelähmt und als wüste Schlägertruppe diskreditiert worden. Nach dem Vorfall und dessen Nachklang sei es schwer gewesen, zum Alltagsgeschäft überzugehen.

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