Kitzingen

SPD-Fraktionen halten Zeit für Mainschleifenbahn für reif

Die SPD-Fraktionen im Kitzinger und Würzburger Kreistag fordern eine rasche positive Entscheidung zur Bahnstrecke Volkach-Würzburg bis zum Sommer 2019.
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Die SPD-Fraktionen im Würzburger und Kitzinger Kreistag sprechen sich nach Austausch mit Wolfgang Schramm und Alexander Schraml für eine rasche Entscheidung pro Mainschleifenbahn aus.

Die SPD-Fraktionen im Kitzinger und Würzburger Kreistag fordern eine rasche positive Entscheidung zur Bahnstrecke Volkach-Würzburg bis zum Sommer 2019. Die aktuell touristisch genutzte Bahnstrecke soll nach Vorstellung der Sozialdemokraten wieder für einen Taktverkehr von Volkach nach Würzburg aktiviert werden. Entsprechende Pläne und Studien werden bereits seit Jahren diskutiert. Aktuell steht die Genehmigung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG), einer Tochtergesellschaft des Freistaat Bayern, noch aus. Zuletzt hatte der Landkreis Schweinfurt Ende September einen Grundsatzbeschluss pro Mainschleifenbahn getroffen.

Wolfgang Schramm vom Förderverein Mainschleife präsentierte den Sozialdemokraten ein Konzept, wie die Mainschleifenbahn in Zukunft betrieben werden könnte. Die Hürden, die von der BEG und der Staatsregierung dabei gestellt werden, habe das Projekt übersprungen, so Schramm: „Über 1000 Fahrgäste pro Tag werden vom Verkehrsforscher Dr. Konrad Schliephake für die Fahrtstrecke prognostiziert“, wird er in der SPD-Pressemitteilung zitiert. Die BEG arbeitet allerdings mit anderen Kalkulationsmodellen, die von einer geringeren Zahl ausgehen. Schramm zeigte sich zuversichtlich, dass mit einer stärkeren Berücksichtigung von Zubringerverkehren durch Busse, Park & Ride-Pendlern sowie der Haltepunkte über Seligenstadt hinaus, auch die BEG mit ihrer Prognose die 1000-Personen-Grenze überspringen werde.

Schramm stieß auf Zuspruch des stellvertretenden Kitzinger Landrats Robert Finster, der auf die gute Auslastung der Bahnstrecke Kitzingen-Iphofen-Nürnberg und der Park&Ride-Parkplätze an den entsprechenden Bahnhöfen. Auch er verbindet mit der Mainschleifenbahn große Hoffnungen: „Die Attraktivität der Region für Pendler nach Würzburg würde durch die Bahnlinie zunehmen“.

Gleiches gilt für den Nordosten des Landkreis Würzburg, stellte Stefan Wolfshörndl, Gebrunner Bürgermeister und SPD-Fraktionsvorsitzender im Kreistag Würzburg, heraus. „Aber auch die Gemeinden Prosselsheim und Rottendorf würde durch eine höhere Taktung des Zugverkehrs nach Würzburg profitieren“, betonte Wolfshörndl.

Der Vorstand des Kommunalunternehmen des Landkreis Würzburg, Alexander Schraml, wies die Sozialdemokraten auf die nötige Abstimmung von Bus- und Bahnverkehr hin. So werden im kommenden Jahr Buslinien neu ausgeschrieben, die aktuell noch im Parallelverkehr zur Bahnlinie bestehen.

Umso dringender müsse es jetzt um die Umsetzung des Projektes gehen, machte Landtagsabgeordneter Volkmar Halbleib deutlich: „Die Zeit für die Mainschleifenbahn ist reif. Es braucht jetzt ein klares Signal“. Insbesondere die neue Staatsregierung, die sich Nachhaltigkeit und die Entwicklung ländlicher Regionen als Aufgaben für die nächsten Jahre gesetzt hat, muss jetzt Farbe bekennen, so Halbleib: „Mit der Mainschleifenbahn besteht die Möglichkeit Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bekommen, sowie die Anbindung für Pendler in Richtung Würzburg zu verbessern.“.



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