Nordheim

Ruprecht Schnitzer feierte 94. Geburtstag

Ruprecht Schnitzer aus Nordheim feierte am 12. September seinen 94. Geburtstag.
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Ruprecht Schnitzer aus Nordheim feierte 94. Geburtstag. Bürgermeister Guido Braun gratulierte dem rüstigen Jubilar. Foto: Walter Braun

Ruprecht Schnitzer aus Nordheim feierte am 12. September seinen 94. Geburtstag. "Ich hatte das Glück, in meinem Leben nie ernsthaft krank zu sein", erzählt der Jubilar. Passend zu seinem langjährigen Beruf hatte sich Schnitzer bei der Gratulation durch Bürgermeister Guido Braun seine ehemalige Zimmerer-Kleidung übergestreift und ihn mit einem Zimmerer-Trinkspruch begrüßt.

Geboren wurde Schnitzer in Hallstadt bei Bamberg. Dort lernte er das Zimmererhandwerk. Ein Beruf, den er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1983 mit Freude ausübte.

1943 wurde Ruprecht Schnitzer zum Arbeitsdienst nach Nürnberg eingezogen. Nach Einsätzen in Kroatien und Rumänien kehrte er 1949 aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück. Ein Jahr später führte er Gertraud Back aus Burgebrach vor den Traualtar. Sie starb 1997.

Durch Zufall nach Nordheim gekommen

Eigentlich mehr durch Zufall wurde der Jubilar auf die Weinbaugemeinde Nordheim aufmerksam. Ein Freund hatte ihn 1975 zum Weineinkauf überredet. Mit dabei war damals Tochter Rita, die einige Jahre später einen Nordheimer Winzer heiratete. Insbesondere die Freundschaft zu seinem Enkel Thomas sowie die Begeisterung für den Weinbau gaben seinerzeit den Ausschlag, dass es Ruprecht Schnitzer mit 69 Jahren von Hallstadt nach Nordheim verschlug. Hier war er nach seiner Pensionierung über zwanzig Jahre im Weinbaubetrieb seines Schwiegersohnes tätig.

Seit 25 Jahren wohnt der Jubilar in Nordheim, ebenso lang stärkte er hier die Reihen des Männergesangvereins. "Die schönste Zeit für mich aber war in Hallstadt", sagt Schnitzer. Hier war er 25 Jahre lang Schriftführer bei der Bauhandwerkerzunft, fungierte über 30 Jahre als Heiligenträger und war in der Pfarrgemeinde ein viel gesuchter Ansprechpartner.  

Schnitzen vom Großvater gelernt

Über viele Jahre hinweg beschäftigte er sich mit den von Großvater Georg erlernten Schnitzerarbeiten und fertigte Weihnachtskrippen und sonstige Holzkunsthandwerke. Seit 1998 ist Schnitzer, der noch großes Interesse an der Orts- und Weltgeschichte zeigt, mit Veronika Gebhardt verheiratet. Ein Schicksalsschlag traf den 94-Jährigen vor sechs Jahren, als Tochter Irene überraschend starb.

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