„Solange ich gesund bin, werde ich mich mit der Schnitzerei beschäftigen“. Bei diesen Worten strahlt Rupprecht Schnitzer aus Nordheim über das ganze Gesicht. Trotz seiner 88 Jahre kennt der gelernte Zimmerer keinen Ruhestand.
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. „Das Schnitzen ist jeden Tag eine geistige Anregung und Herausforderung für mich“, betont der 88-jährige.

Seit 2005 verbringt er fast jede freie Minute mit seinem so geliebten Hobby. „Ich bin mit dem Holz aufgewachsen und das Schnitzen hat mich schon immer interessiert“, erzählt der in Hallstadt bei Bamberg aufgewachsene Sohn einer Wagnerei-Familie. „Doch ich hatte einfach keine Zeit, meinem Hobby nachzugehen“.

Weihnachten ohne . . .

Das änderte sich im Oktober 1998. Es war nach dem Tod seiner Ehefrau. Weihnachten stand vor der Tür und "ich hatte keine Krippe", sagt Schnitzer. Er griff zu vertrauten Arbeitsgeräten und begann mit der Holzbearbeitung für seine erste Weihnachtskrippe, die allerdings erst im Laufe des Jahres 1999 fertig gestellt wurde.

Mittlerweile sind es zwölf Weihnachtskrippen, die Rupprecht Schnitzer für Familienmitglieder, Freunde und Bekannte aus dem Holz herausgearbeitet hat. Neben der Erstellung von Krippen beschäftigt er sich auch mit der Fertigung von Kruzifixen und Figuren.

Und so findet er täglich eine neue Herausforderung in seinem Hobby, das nicht nur ihn, sondern auch anderen Menschen eine Freude bereitet.