KITZINGEN

Ruppert und Wolf verlassen Landschaftspflegeverband

Zwei Gründungsmitglieder wurden in der Versammlung des Landschaftspflegeverbands verabschiedet. Sowohl Karl Wolf, der seit 1991 die Landwirte im Vorstand des Verbands vertrat, als auch Geschäftsführer Ewald Ruppert haben den Verband mit geprägt.
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Abschied und Neuanfang: Die Vorsitzende des Landschaftspflegeverbands Kitzingen, Landrätin Tamara Bischof, verabschiedete Karl Wolf und Ewald Ruppert aus dem Verband und begrüßte Markus Schmitt (von links) als neuen Geschäftsführer. Foto: Foto: Robert Haass

Zwei Gründungsmitglieder wurden in der Versammlung des Landschaftspflegeverbands verabschiedet. Sowohl Karl Wolf, der seit 1991 die Landwirte im Vorstand des Verbands vertrat, als auch Geschäftsführer Ewald Ruppert haben den Verband mit geprägt.

Konzepte erstellen, Projekte umsetzen und die erforderlichen finanziellen Mittel anzuwerben – dafür stand Ewald Ruppert. An der Spitze der Landkreise stand Kitzingen durch die Bemühungen Rupperts vor allem bei den 5b-Projekten, also der Förderung der naturverträglichen Entwicklung. „Es gab Zeiten, da flossen über 50 Prozent der gesamten bayerischen 5b-Förderung in den Weinlandkreis Kitzingen“, sagte Tamara Bischof bei der Verabschiedung Rupperts.

Zahlreiche Lehrpfade, Erklärungstafeln oder auch Wanderhütten entstanden dabei unter dem Motto: „Nur was man kennt, das kann man schätzen und lieben.“ Besondere Beispiele hierfür sind der Keltenspielplatz und der Kappelrangen auf dem Schwanberg.

Auch als die Gürtel enger geschnallt werden sollten, war Ruppert aktiv und reiste 2004 mit einer Delegation von Pflegelandwirten zu einer Großdemonstration nach München, mit der Folge, dass ein Großteil der angekündigten Mittelkürzungen zurück genommen wurde. Aktiv war Ruppert auch bei der Förderung des Mittelwalds, dem Schutz des Ortolans oder der Sandlebensräume im Landkreis. Bischof nannte auch das Weinparadies, die Weinbergsmauern, das Schlingnatternprojekt, die Gelbe Welle, die Astheimer Perlquitte und die Weinbergstulpe die Ruppert zu „seinem“ Projekt gemacht hatte und mit Ideenreichtum und viel Engagement umgesetzt hat.

Nach Bischof lobten auch Alois Kraus für die Landwirte und Robert Endres für die Naturschutzverbände die Zusammenarbeit mit Ewald Ruppert. Nachfolger Rupperts als Geschäftsführer ist Markus Schmitt, der seinen Dienst bereits am 1. Januar 2013 in Kitzingen angetreten hat. Schmitt, gebürtiger Kitzinger, ist verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in Kitzingen. Nach dem Studium der Landschaftspflege war er bei der Regierung von Unterfranken und beim Landratsamt Bad Kissingen in der Naturschutzbehörde tätig. Der Landschaftspflegeverband ist ihm nicht unbekannt, hat er doch während seines Studiums dort bereits mit Ewald Ruppert zusammen gearbeitet.

Verzicht auf Kandidatur

Da er bei der Bürgermeisterwahl 2014 nicht mehr antritt, verzichtete Karl Wolf auch auf eine erneute Kandidatur. Als Landwirt und Bürgermeister war er, so Bischof, stets Ansprechpartner für die Anliegen der Landschaftspflege und hat in seiner Amtszeit seine Stadträte von der Wichtigkeit der Landschaftspflege überzeugen können. Dabei hat Wolf Mainbernheim zu einer der beispielgebenden Gemeinden im Landkreis in Sachen Renaturierung von Fließgewässern gemacht.

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