DETTELBACH

Rumänienhilfe startet Weihnachtsaktion

Weihnachten ohne Geschenke? Das ist für rumänische Kinder leider keine Ausnahme. Elmar Karl hat etwas dagegen. Seit 18 Jahren sammelt er Pakete. Bald geht es wieder los.
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Solche Bilder – wie im vergangenen Jahr – bieten sich den Besuchern der Rumänienhilfe Karl in der Vorweihnachtszeit an den Annahmetagen. Foto: Foto: Ottmar Deppisch

Die Rumänienhilfe Karl aus Dettelbach unterstützt seit 1990 Hilfsbedürftige in Rumänien. Am 13. November startet die Rumänienhilfe Karl ihre mittlerweile 18. Weihnachtspaketaktion. In den vergangenen Jahren konnten so jeweils um die 20 000 Pakete in der Advents- und Weihnachtszeit nach Südosteuropa geschickt werden. Dort freuen sich zahlreich arme Familien, Kinder und Heimbewohner auf eine Weihnachtsüberraschung aus Mainfranken. Caritas- und Pfarreienmitarbeiter übernehmen die Verteilung der Pakete.

Hilfe von außen nötig

Rumänien ist seit 2007 Mitglied der Europäischen Union. Der Großteil der Bevölkerung lebt in bescheidenen und viele sogar in armen und bitterarmen Verhältnissen. Die Lebensmittel- und Energiepreise liegen auf Westniveau, das Einkommen aber nur bei etwa 300 Euro. Viele Rentner müssen mit 100 Euro pro Monat auskommen. Das soziale Netz des Landes ist viel weitmaschiger als zum Beispiel in Deutschland. Auch die orthodoxe Kirche zeigt wenig soziales Engagement.

Ohne Unterstützung von Kirche und Caritas, ohne Aktivitäten auf dem grauen und schwarzen Markt kämen viele Menschen nicht über die Runden. Die Caritas wiederum ist auf Hilfe von außen angewiesen. Auch die Rumänienhilfe Karl arbeitet eng mit Caritas Rumänien zusammen. Um die 90 Prozent der Geld- und Sachspenden finden über die rumänische Caritas den Weg zu den Bedürftigen.

Bis 18. Dezember wird gesammelt

Zwischen dem 13. November und dem 18. Dezember sammelt die Rumänienhilfe Karl wieder Weihnachtspakete. Schulen, Kindergärten, Firmen und Privatpersonen aus weiten Teilen Mainfrankens unterstützen die Aktion, viele schon seit Jahren. Die Spender kommen nicht nur aus dem Landkreis Kitzingen, sondern auch aus den Landkreisen Würzburg, Main-Spessart, Schweinfurt, Bamberg und sogar Rhön-Grabfeld sowie aus der Stadt Würzburg.

In die Kartons sollten haltbare Lebensmittel, Süßigkeiten, Schulbedarf, Kleidung (auch gute gebrauchte), Hygieneartikel oder Spielsachen gepackt werden. Hilfreich für die Verteiler ist eine Angabe der Zielgruppe als Aufkleber auf dem Paket, zum Beispiel „Junge, 10 Jahre“, „Mädchen, 5-6 Jahre“ oder „Familie“. Besonders schön wäre es, wenn die Pakete weihnachtlich verpackt würden.

Annahmestellen

Annahmestellen und Spendenkonto: Pakete können ab dem 13. November an der Lagerhalle in Dettelbach, Industriegebiet Ost, Lange Länge 4, zu folgenden Terminen abgeliefert werden: Dienstag 17-19 Uhr, Freitag 15-17 Uhr, Samstag 15-17 Uhr. Annahmeschluss ist der 18. Dezember. Fragen zur Aktion „Weihnachtspakete“ beantworten Elmar Karl, Tel. 0171/82 60 211 und Ottmar Deppisch Tel. 0157/52 41 34 34. Geldspenden überweisen Sie bitte an die Katholische Kirchenstiftung Bibergau, IBAN: DE75 7919 0000 0600 4504 56, BIC: GENODEF1KT1 bei der VR Bank Kitzingen.

Infos: www.rumaenienhilfe-karl.de

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