Stadtschwarzach

Ruhender Verkehr wird zur Chefsache

Probleme mit dem ruhenden Verkehr waren in der Bürgerversammlung in Stadtschwarzach am Montag das zentrale Thema. Unter den 80 Teilnehmern im Begegnungshaus Arche wurden Forderungen nach mehr Verkehrsüberwachung laut. Die "Parkerei" auf Haupt- und Nebenstraßen hatte bereits in den Bürgerversammlungen in Gerlachshausen und Hörblach für Zündstoff gesorgt.
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Das Parkverhalten der Verkehrsteilnehmer in allen Schwarzacher Ortsteilen kommt auf den Prüfstand. Weil sich die Situation immer mehr zuspitzt, setzte Bürgermeister Volker Schmitt das Thema auf die Tagesordnung des Gemeinderats. Das Foto zeigt den Marktplatz von Stadtschwarzach. Foto: Peter Pfannes

Probleme mit dem ruhenden Verkehr waren in der Bürgerversammlung in Stadtschwarzach am Montag das zentrale Thema. Unter den 80 Teilnehmern im Begegnungshaus Arche wurden Forderungen nach mehr Verkehrsüberwachung laut. Die "Parkerei" auf Haupt- und Nebenstraßen hatte bereits in den Bürgerversammlungen in Gerlachshausen und Hörblach für Zündstoff gesorgt.

Carmen Maesel kritisierte das Parkverhalten von Autofahrern an den Ausfahrten der Kolpingstraße und der Kardinal-Döpfner-Straße auf die Würzburger Straße. Beim Einfahren auf die Hauptstraße sei oft die Sicht durch parkende Autos versperrt, was zu Gefahrensituationen führe, so die Beschwerdeführerin. In dem genannten Bereich sind eine Gaststätte und ein Friseurgeschäft, das Parken auf der Würzburger Straße ist erlaubt.

Appell an die Autofahrer

Es schloss sich eine rege Diskussion an, die in einem Appell an die Autofahrer endete, ihre Fahrzeuge nicht auf öffentlichem Verkehrsgrund, sondern möglichst auf den eigenen Grundstücken abzustellen. Bürgermeister Volker Schmitt versprach den Anwesenden, die Thematik im Gemeinderat zu behandeln. Um ein Gesamtkonzept zu erarbeiten, werde man sich bestimmte Verkehrsbereiche bei Ortsterminen anschauen, so das Gemeindeoberhaupt. In der Vergangenheit hatte das Gremium den Beitritt zur Verkehrsüberwachung für den ruhenden Verkehrs abgelehnt. Weil sich die Parksituation in den Ortsteilen in jüngster Vergangenheit aber zuspitzte, könnte sich die Meinung im Rat bald ändern.

Bei dem harmonisch verlaufenen Treffen gab es noch einige Bürgerwünsche und Fragen. Clemens Köberlein konnte nicht verstehen, weshalb am Busparkplatz in Münsterschwarzach und am Stadtpark in Stadtschwarzach die ganze Nacht über die Lichter brennen. Bürgermeister Schmitt erläuterte, dass alle Leuchtkörper mit LED versehen seien. Am Busbahnhof in Münsterschwarzach würden die Lampen nachts herunter gedimmt. Am Stadtpark wiederum würden zwei bis drei Lampen deshalb in der Nacht leuchten, weil eine Umrüstung auf eine Zeitschaltanlage unverhältnismäßig teuer wäre.

Steg für Baggersee muss warten

Josef Wagner würde sich für den Badebereich am Hörblacher Baggersee einen Steg wünschen. Ortschef Schmitt teilte ihm mit, dass aktuell die Sandausbeute noch laufe und anschließend eine Rekultivierung stattfinde. So lange werde der Badebetrieb von der Firma LZR nur geduldet. Eine touristische Erschließung sei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Wagner interessierte auch, wann in Schwarzenau die geplante Badebucht am Main errichtet werde. "Das geschieht im Rahmen der Dorferneuerung", antwortete Schmitt mit Blick auf keinen genauen Zeitpunkt. Die Badebucht soll zwischen der Brücke B22 und dem Campingplatz entstehen.

Bezüglich  geplanten Ausbau der Autobahn A3 konnte Schmitt Achim Riegels Wissensdurst nach dem Baubeginn und den Umleitungen nicht stillen. "Wir wissen selbst noch nicht, wann es los geht und mit welchem Streckenabschnitt", so Schmitt. Sonja Förster teilte mit, dass der neue Flüsterasphalt auf der B22 zwischen dem Kreisverkehr und Düllstadt mit Blick auf eine Reduzierung des Verkehrslärms kaum Verbesserungen für die Anwohner bringe.

Alle Grundstücke verkauft

Eingangs ging Bürgermeister Schmitt auf die Projekte der vergangenen zwölf Monate, speziell für Stadtschwarzach ein. Im Gewerbegebiet "Südlich der B22" seien mittlerweile alle Grundstücke verkauft, sagte er. Das Thema "Ansiedlung Tierheim" konnte ad acta gelegt werden, da das neue Tierheim jetzt in Kitzingen entstehe. Die alte Stadtmauer in Stadtschwarzach wurde saniert. Er dankte Manfred Thiele, der die Bruchsteine der ehemaligen Stadtmauer ehrenamtlich verfugte. Der Erhalt historischer Zeugen liege ihm sehr am Herzen, betonte Bürgermeister Schmitt abschließend.

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