Obernbreit

Rühriger Jubilar: Friedrich Heidecker feierte 85. Geburtstag

Der Obernbreiter Altbürgermeister zählt als Vorbild, was das Engagement für Kommunalpolitik und Gesellschaft in seiner Heimat angeht. Sein Engagement ist ungebrochen.
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Zum 85. Geburtstag von Friedrich Heidecker (Mitte) gratulierten stellvertretender Landrat Robert Finster (links) und Bürgermeister Bernhard Brückner. Foto: Robert Haaß

Obernbreits Altbürgermeister Friedrich Heidecker feiert am Samstag seinen 85. Geburtstag. Am 8. Juni 1934 in Pulvermühle, dem heutigen Schopfloch geboren, absolvierte er nach der Volksschule in Lehengütingen das humanistische Gymnasium in Dinkelsbühl. Studien in Deutsch, Geschichte und Englisch folgten in Heidelberg, Berlin und Erlangen. Mit der Anstellung als Lehrer in Marktbreit 1961 folgte im gleichen Jahr die Heirat mit Ehefrau Sigrid.

Nachdem Heidecker bereits 1965 Mitglied des Personalrats am Marktbreiter Gymnasium geworden war, übernahm er von 1973 bis 1986 dessen Vorsitz. Sein kommunalpolitisches Engagement startete er 1972 als Mitglied des Gemeinderats in Obernbreit. Der Höhepunkt dieser Tätigkeit waren drei Perioden als Bürgermeister der Marktgemeinde von 1984 bis 2002. Die Kanalsanierungen und vor allem Projekte der Dorferneuerung mit der Neugestaltung des Rathausplatzes sind dabei ebenso zu nennen wie die Wohnbaugebiete.

Mitglied im Kreistag und Kreisvorsitzender der SPD

Ab 1981 war Heidecker viele Jahre Mitglied im Aufsichtsrat der gemeinnützigen Wohnbaugenossenschaft des Landkreises Kitzingen, dessen Vorsitz er von 1999 bis 2008 inne hatte, gleichzeitig war er Mitglied des Kreistags. Auch in der SPD bekleidete Heidecker etliche Ämter, unter anderem den Kreisvorsitz. Nach seinem politischen Ruhestand gab er an der Martinsheimer Grundschule Deutschunterricht für Ausländerkinder und Kinder von Spätaussiedlern.

Das ganz besondere Anliegen des Obernbreiter Altbürgermeisters ist seit einigen Jahren die ehemalige Synagoge in Obernbreit. Bis vor zwei Jahren war er der Vorsitzende des Trägervereins ehemalige Synagoge Obernbreit. Nachdem der Verein das Gebäude übernommen hatte, musste erst einmal umfangreich aufgeräumt werden: Über viele Jahrzehnte war die ehemalige Synagoge als Scheune und Lagerraum genutzt worden. Dabei kam auch die für den Landkreis einmalig gut erhaltene Mikwe zu Tage, 45 steile Stufen unter Bodenniveau. 2013 konnte das Gebäude nach der Sanierung als Ort des Erinnerns, des Gedenkens und der Begegnung der Öffentlichkeit übergeben werden.

Träger des Bundesverdienstkreuzes

Auch hier endet Heideckers ehrenamtliches Engagement noch lange nicht: Als Vorsitzender des Fördervereins kümmert er sich seit langen Jahren um die ehemalige Synagoge, noch heute ist er im Verein engagiert, soweit es seine eingeschränkte Bewegungfähigkeit zulässt. Unter anderem erhielt Heidecker für sein großes ehrenamtliches Engagement das Bundesverdienstkreuz.

Zum Geburtstag gratulierten neben der Familie und vielen Bekannten auch Bürgermeister Bernhard Brückner im Namen der Gemeinde und des Fördervereins Synagoge und stellvertretender Landrat Robert Finster für den Landkreis und die Wohnbaugenossenschaft.

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