MARKTBREIT

Rüge an einen Bauwerber

Nach wie vor hat der Marktbreiter Bauausschuss in seinen Sitzungen gut zu tun. Am Montagabend wurden nicht alle Bauvorhaben genehmigt, doch wurde der dritte Bauabschnitt des Bebauungsplans Ohrenberg einen Schritt weitergebracht.
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Lieblinge: Pferde sind beliebt auf dem Land, doch sollte vor dem Bau eines neuen Stalles auch eine entsprechende Baugenehmigung eingeholt werden. Foto: Foto: Robert Haass

Nach wie vor hat der Marktbreiter Bauausschuss in seinen Sitzungen gut zu tun. Am Montagabend wurden nicht alle Bauvorhaben genehmigt, doch wurde der dritte Bauabschnitt des Bebauungsplans Ohrenberg einen Schritt weitergebracht.

„Wir haben immer wieder solche Anfragen“, sagte stellvertretender Bürgermeister Herbert Biebelriether, der den erkrankten Erich Hegwein in der Bauausschusssitzung vertrat, zur Bauvoranfrage über ein Wohnhaus in der Otto-Selzer-Straße. Gleich zwei größere Abweichungen wünschte sich der Bauwerber vom Bebauungsplan: Zum einen sollte die Dachneigung mit nur 15 Grad deutlich flacher als vorgeschrieben ausfallen. Und auch die Dacheindeckung in Titanzink entsprach nicht den Vorgaben. „Bislang haben wir keine solche Abweichungen genehmigt“, sagte Baureferentin Martina Michel. Dem Baugebiet seien wegen der exponierten Lage enge gestalterische Grenzen gesetzt. Diese engen Grenzen sollten auch beibehalten werden, so der einstimmige Beschluss des Ausschusses, der die Voranfrage ablehnte. Grundsätzlich, so Joachim Lott von der Bauverwaltung auf Frage von Volker Iglhaut, könnten Abweichungen im Einzelfall oder durch Änderungen des Bebauungsplanes durchaus genehmigt werden.

Nicht erbaut waren die Räte über einen Antrag aus Gnodstadt zum Bau von Pferdeställen und einer Koppel. Denn, wie Andreas Mader berichtete: Die Bodenplatte und die Grundmauern seien bereits errichtet, eh sich der Ausschuss damit beschäftigte. Das sei entsprechend gerügt worden, so Biebelriether. Grundsätzlich aber müsse der Ausschuss das Vorhaben genehmigen, da Tierhaltung im Dorfgebiet zulässig sei.

Nachgebessert wurden die Pläne zur Sanierung eines Stadthauses gleich hinter dem Schloss in der Pfarrgasse, so dass sie nun den denkmalpflegerischen Auflagen und den Vorgaben der Gestaltungssatzung entsprechen.

Für den dritten Bauabschnitt des Baugebiets Ohrenberg legten die Räte fest: Bäume werden nur auf öffentlichem Grün vorgeschrieben; die geplanten Mülltonnenstellplätze entfallen; der Kinderspielplatz wird aus der Mitte des Abschnitts an den Rand verlegt, das bislang dafür vorgesehene Areal wird öffentliches Grün; die Art der Hydranten, Über- oder Unterflurhydranten, wird mit der Feuerwehr nach deren Bedürfnissen abgesprochen.

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