Der Haushalt für das Jahr 2015 ist in Rüdenhausen unter Dach und Fach. Das Zahlenwerk sorgte nicht nur bei Bürgermeister Gerhard Ackermann und den Räten für zufriedene Mienen, wie in der Sitzung des Gemeinderats Rüdenhausen deutlich wurde.

Kämmerin Christine Volk von der Verwaltungsgemeinschaft in Wiesentheid präsentierte und erläuterte das Zahlenwerk. „Der Haushalt ist stabil, Rüdenhausen steht prima da“, kommentierte sie die positive Lage. So steht die 839 Einwohner zählende Gemeinde voraussichtlich zum Ende des Jahres ohne Schulden da.

Ein Grund für die gute Situation ist, dass in den vergangenen Jahren trotz einiger Investitionen mit Maß gewirtschaftet wurde. Der Etat umfasst insgesamt 2,682 Millionen Euro und fällt damit höher aus, als in den vergangenen beiden Jahren. Trotz relativ geringer Einnahmen bei der Gewerbesteuer – nach 66 000 Euro im vergangenen Jahr wird diesmal mit 95 000 Euro kalkuliert – kann sich die Gemeinde manches leisten.

Das liegt auch daran, dass die Kommune aus ihren Rücklagen 599 994 Euro entnimmt, um das Zahlenwerk auszugleichen. Trotz dieses relativ hohen Betrags verfügt die Gemeinde voraussichtlich Ende des Jahres noch über Erspartes in Höhe von 543 288 Euro. Die Zuführung vom Verwaltungshaushalt beläuft sich auf 220 752 Euro.

Größter Brocken auf Seiten der Ausgaben ist der Punkt Tiefbaumaßnahmen mit 919 000 Euro. Hier ist gerade im Zuge der laufenden Dorferneuerung einiges vorgesehen. Für die Projekte Kirchplatz (150 000 Euro), Maulensee (125 000 Euro), Kirchenscheune (100 000 Euro), sowie für den Paul-Gerhardt-Platz (70 000 Euro) sind größere Beträge eingestellt. Außerdem wird für die Aufstellung eines Bebauungsplanes für ein Gewerbegebiet mit 75 000 Euro gerechnet.

Hinzu kommen Ausgaben im Bereich Abwasser und Kanal, wo Kosten von 227 000 Euro geschätzt wurden. Laufende Posten sind bei den Ausgaben die Umlagen, wo die Gemeinde diesmal 271 478 Euro an den Landkreis abführt. Die Verwaltungsgemeinschaft bekommt 79 705 Euro, bei der Gewerbesteuer muss Rüdenhausen 20 484 Euro abgeben.

In die Zukunft investiert die Gemeinde beim Punkt Breitbandausbau. So sind für schnelleres Internet insgesamt 168 000 Euro eingeplant, wovon jedoch ein Großteil als Zuschuss vom Freistaat wieder zurückfließen wird.

Bei den Einnahmen verbucht die Gemeinde den größten Brocken mit der Beteiligung an der Einkommensteuer in Höhe von 333 660 Euro. Staatliche Schlüsselzuweisungen sind mit 307 480 Euro vorgesehen, die Gewerbesteuer ist mit 95 000 Euro berechnet, die Grundsteuer mit 62 600 Euro. Die Steuerkraft der Gemeinde steigt leicht und beträgt 446 Euro pro Einwohner, womit Rüdenhausen Platz 26 der 33 Gemeinden des Landkreises einnimmt.