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Kitzingen

Rückblick auf das Märzwetter: Kalter Ostwind und viel Sonne

Gefühlte Wahrheiten gab es beim Märzwetter: Die Sonne schien und lockte nach draußen, doch der Ostwind sorgte dafür, dass sich die Tage wenig frühlinghaft anfühlten.
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Im März ist der Frühling in den Landkreis eingezogen. Eindeutig zu sehen im Garten von Leserfotograf Konrad Thomann. Foto: Konrad Thomann

Gefühlt war es ein eisiger März, doch der Blick in die Wetterdaten von Thomas Karl, Wetterexperte am Amt für Landwirtschaft In Kitzingen zeigt: Auch der März war zu warm. Bei 6,7 Grad Celsius lag die Durchschnittstemperatur, 1,9 Grad mehr als das langjährige Mittel von 4,8 Grad. Besonders in der zweiten Märzhälfte blies ein kalter Wind aus dem Osten. "Deswegen war es gefühlt deutlich kälter", sagt Karl. "Außerdem gab es elf Frostnächte. Das ist viel." Im Februar gab es dagegen nur sechs frostige Nächte.

Am 27. März kletterte das Thermometer auf seinen Höchstwert: 18,1 Grad. Nur drei Tage später der tiefste Wert: -3,4 Grad maß Karl am 30. März in zwei Meter Höhe. Er zählte 19 Vegetationstage, was deutlich zu sehen ist: Osterglocken, Löwenzahn und Schlüsselblumen blühen. "Demnächst wird auch der Raps anfangen zu blühen", sagt Karl. Wichtig wäre jetzt Regen, damit das, was auf den Äckern und Gärten gesät und gepflanzt wurde, gut wächst.

Es staubt in den Gärten und auf den Feldern

Denn der März war – wieder einmal – zu trocken. Oder wie Karl es treffend beschreibt "Es staubt wie der Teufel." Was auch an den vielen windigen Tagen liegt. 24 Liter pro Quadratmeter hat es in der Mainbernheimer Straße in Kitzingen geregnet. Damit fehlen 15 Liter zum langjährigen Durchschnitt. "Das ist im Moment noch nicht schlimm, weil wir einen Überschuss aus dem Februar haben", beurteilt Karl die Lage. Am 8. März hat es acht Liter geregnet. Das war der Tag mit dem meisten Regen. Elf Regentage zählte Karl, davon allerdings nur sieben mit merklichen Niederschlägen. "Die Ergiebigkeit hat gefehlt", sagt Karl. "Im Garten kann man gießen, aber am Acker geht das nicht."

Über die 178 Sonnenstunden freuten sich Landwirte, (Hobby-)Gärtner und alle, die gerne in der Natur unterwegs sind. "Das sind relativ viel", erklärt Karl. Durch den Ostwind waren es viel klare Tage ohne eine Wolke am Himmel. Deutlich weniger war die Sonne im März 2009 zu sehen. Da schien sie nur 80 Stunden.