Nach dem Unfall mit einem Zuckerrübenlaster auf der A7 am Dienstagabend haben die Aufräumarbeiten die ganze Nacht über angedauert. Erst gegen 5:00 Uhr konnte die Sperre der A7 in Richtung Süden wieder aufgehoben werden. Möglicherweise war ein Defekt an der Lenkung der Auslöser für den folgenschweren Unfall, bei dem ein Auto in den querliegenden Lkw gekracht war und ein zweiter nur mit Mühe ausweichen konnte. Ein 36-Jähriger war hatte dabei schwerste Verletzungen erlitten. Die Ermittlungen zur genauen Unfallursache dauern an.

Wie bereits berichtet, war gegen 22.30 Uhr ein mit Zuckerrüben beladener Sattelzug auf der A7 ins Schleudern gekommen und umgestürzt. Die gesamte Ladung hatte sich daraufhin über die Fahrbahn verteilt. Nach den bisherigen Ermittlungen der Autobahnpolizei Würzburg-Biebelried hatte der 60-jährige Lkw-Fahrer aus dem Landkreis Kitzingen möglicherweise wegen eines Problems mit der Lenkung die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Er kam daraufhin mit seinem voll beladenen Sattelzug nach rechts in den Grünstreifen, berührte dann die Außenschutzschutzplanke und als er nach gegen lenkte stellte sich der Sattelzug quer zu Fahrbahn und stürzte schließlich um. Er blieb waagrecht über beide Fahrspurenliegen und blockierte diese.

Ein 21-jähriger Golffahrer, der auf der rechten Fahrspur unterwegs war, bemerkte den querliegenden Sattelzug im letzten Moment und fuhr zwischen der Außenschutzplanke und dem Heck des Aufliegers durch. Weil er aber an beiden Seiten hängen blieb, kam er ins Schlingern und krachte in die Leitplanke. Der Mann aus dem Landkreis Kitzingen erlitt leichte Verletzungen und kam ins Krankenhaus.

Wesentlich schwerere Folgen hatte der Unfall für einen 36-Jährigen aus Bochum. Er konnte mit seinem Golf nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte frontal in das Ende des querliegenden Sattelanhängers. Der Mann erlitt schwerste Verletzungen und wurde in seinem Auto eingeklemmt. Er musste von der Freiwilligen Feuerwehr Kitzingen mit schwerem Gerät aus dem völlig zerstörten Auto befreit werden.

Für die Dauer der Bergungsarbeiten wurde der Verkehr in Richtung Süden an der Anschlussstelle Kitzingen durch die Autobahnmeisterei Erbshausen abgeleitet. Die Fahrbahn war für die Dauer der Aufräumarbeiten bis circa 5 Uhr komplett gesperrt.