KITZINGEN

Ruderer stehen vor sportlichem Vakuum

„Es wird immer schwieriger, Leute für die Vereins- und Vorstandsarbeit zu gewinnen.“ Das erklärte Dieter von der Kall, Vorsitzender des Rudervereins Kitzingen. Damit sprach er einen Trend an, der am Ruderverein nicht vorbeigeht.
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Die Vorstandsspitze des Kitzinger Rudervereins bilden (von links) Guido Böhm, Sonja Hering, Dieter von der Kall und Richard Böhm. Foto: Foto: H. Hess

„Es wird immer schwieriger, Leute für die Vereins- und Vorstandsarbeit zu gewinnen.“ Das erklärte Dieter von der Kall, Vorsitzender des Rudervereins Kitzingen. Damit sprach er einen Trend an, der am Ruderverein nicht vorbeigeht.

Der Verein schaffte es zwar bei den Neuwahlen am Wochenende, einen Vorstand auf die Beine zu stellen, doch im sportlichen Bereich steht der Verein vor einem Vakuum.

Wahlen

Dieter von der Kall ist weiter Vorsitzender und auch Stellvertreter Richard Böhm (Verwaltung) und Guido Böhm (Finanzen) machen weiter. Eine neue Stellvertreterin ist Sonja Hering (Wirtschaft). Die Schriftführung teilen sich Helga Wachter und Thomas Rödl. Da Hannah Drenkard und Helga Staudt-Bieber nicht mehr kandidierten, blieben die Posten des Sportvorstandes, des Leistungssportwartes und des Jugendsportwartes unbesetzt. Weitere Posten bekleiden Margot Junker (Seniorenvertreterin), Bruno Flennert (Bootswart), Walter Meyer (Wanderruderwart), Matthias Sigloch (Bootshauswart) und Tobias Völker (Öffentlichkeitsarbeit).

Aus heutiger Sicht habe der Verein Glück gehabt, dass das Vereinsgelände vom dritten Bauabschnitt der Sanierung der Mainkais nicht betroffen sei, sagte von der Kall. Er gab sich erleichtert, dass beim Anfahrschutz an der Alten Mainbrücke die Interessen der Ruderer berücksichtigt werden.

Appell an Mitglieder

„Wir brauchen die Bereitschaft von allem Mitgliedern, um Veranstaltungen durchziehen zu können“, appellierte von der Kall. Er sprach von gelungenen Veranstaltungen. Der Vorsitzende kündigte die Anschaffung einer Musikanlage für den Kraftraum und ein neues Zweier-Trainingsboot an. Wolle der Verein einen Zuschuss vom Landessportverband, käme das Boot erst in den Jahren 2018 oder 2019 in Betracht. Diese Anschaffung würden den Bootspark ergänzen, für den 2016 zwei neue Boote gekauft wurden.

Der Verein hat derzeit 198 Mitglieder und eine zentrale Sorge: Die Altersstruktur. Ein Drittel der Mitglieder ist über 60 Jahre alt. Die Jugendlichen machen sieben Prozent aus. Dazu komme eine nachlassende Leistungsbereitschaft in Training und Wettkampf.

„Wir werden unsere sportliche Zielsetzungen niedriger ansetzen müssen“, meinte der Vorsitzende. „Wenn wir Jugend nachziehen wollen, dann müssen sich alle darum bemühen, ob Mitglieder oder Übungsleiter“, machte die scheidende Sportleiterin Hannah Drenkard deutlich.

Wie Bernd Löffler berichtete, haben die Wanderruderer im In- und Ausland mehrere Tausend Kilometer in Ruderbooten absolviert. Er gratulierte Gerhard Hoffmann und Gerd Bock, die sich in der Altersklasse M55 den bayerischen Meistertitel geholt hatten. Die Jugendsportwartin Helga Staudt-Bieber sprach von nur wenigen jugendlichen Neulingen. Sie sagte, dass sie in zwei Jahren nicht mehr als Leiterin der Schulruderns in der Kitzinger Realschule zur Verfügung stehen werde, wenn sie in den Ruhestand gehe.

„Der Inhalt und die Aktualität unserer Homepage ist hervorragend“, fand stellvertretender Vorsitzender Richard Böhm und stellte Eugen Volbers, der die Homepage betreut, abschließend ein gutes Zeugnis aus.

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