KITZINGEN/WIESENTHEID

Rotarier spenden für Kirche

Der Rotary Club Kitzingen richtet seit Jahren jeweils im Januar eine Benefizveranstaltung in der Alten Synagoge in Kitzingen aus. Hier besteht für Gäste eine Möglichkeit, den Club kennen zu lernen, Vorträge zu hören und karitative oder humanitäre Zwecke zu unterstützen. Zur Soirée lädt der Rotary-Club am Sonntag, 22. Januar, um 16 Uhr ein. Bei diesem Anlass werden Spenden zur Renovierung der Wiesentheider Pfarrkirche gesammelt.
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Der Rotary Club Kitzingen richtet seit Jahren jeweils im Januar eine Benefizveranstaltung in der Alten Synagoge in Kitzingen aus. Hier besteht für Gäste eine Möglichkeit, den Club kennen zu lernen, Vorträge zu hören und karitative oder humanitäre Zwecke zu unterstützen. Zur Soirée lädt der Rotary-Club am Sonntag, 22. Januar, um 16 Uhr ein. Bei diesem Anlass werden Spenden zur Renovierung der Wiesentheider Pfarrkirche gesammelt.

Das Thema in diesem Jahr bei den Kitzinger Rotariern befasst sich mit der Geschichte von Deutschen und Tschechen im 20. Jahrhundert. Referenten sind am 22. Januar Professor Matthias Stickler (Institut für Geschichte, Universität Würzburg), Professor Werner Strik (Chefarzt an der Missionsärztlichen Klinik Würzburg) und Karel Filip Zdenek, einst Professor am Umweltbundesamt Dessau. Sie beleuchten „Schlaglichter der deutsch-tschechischen Geschichte“, die „erlebte Schicksalsgemeinschaft eines Deutsch-Mährers“ und Fragen zum Schutz der Umwelt.

Bedeutendes Baudenkmal

Der Erlös der Veranstaltung kommt der Renovierung der St. Mauritius Kirche in Wiesentheid zugute. Die katholische Pfarrkirche, eine Stiftung des Grafen Schönborn, entstand zwischen 1727 und 1732 nach Plänen von Balthasar Neumann. Im Kircheninnenraum besticht das Deckengemälde: Eine grandiose Kuppel, getragen von Säulen, schweren Kragsteinen und vorspringenden Gesimsen. Alles strebt in die Höhe, die Säulen und Fenster im Unterbau der Kuppel, verzierte Rippenbänder in Rot und Gold im Kuppelgewölbe, bekrönt von einer steinernen Laterne, durch deren Fenster der sonnige Himmel leuchtet. Doch alles ist nur Illusion, die Scheinarchitektur stammt vom italienischen Freskenmaler Giovanni Francesco Marchini, gemalt auf die flache Decke. Die Kirche hat seit der letzten aufwändigen Renovierung vor 110 Jahren großen Schaden genommen und wird mit einem Millionenaufwand saniert. Vergangenes Jahr wurde das Dach neu eingedeckt.

Ausstellung zum Böhmerwald

Außerdem weist der Rotary-Club auf die Ausstellung „Gerettetes Erbe“ hin. Es handelt sich um ein Projekt Renovierung kleiner Steindenkmäler im Nationalpark Böhmerwald, Tschechien. Diese Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung und dem Regionalmuseum Krumau wird vom 2. bis zum 20. Februar im Rathaus in Kitzingen gezeigt.

Helfer in vielen Notlagen

Die Vorschau zur Soiree und der Ausstellung nimmt der Rotary Club zum Anlass, auf seine Ziele hinzuweisen. Der erste Club wurde von vier Freunden vor 105 Jahren in Chicago gegründet. Rotary International ist die älteste Serviceclub-Organisation der Welt und umfasst mehr als 32 000 Clubs in über 200 Ländern. Deren Mitglieder setzen sich für humanitäre, soziale und kulturelle Projekte ein.

Der Rotary Club Kitzingen wurde am 1966 gegründet. Er besteht aus 52 Mitgliedern aus verschiedenen Berufsgruppen, die sich wöchentlich zu Vorträgen, Diskussionen und Exkursionen treffen. Die jährliche Rotation der Führungsämter hat Rotary den Namen gegeben. Amtierender Präsident ist André Göpfert aus Wiesentheid.

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