Rödelsee

Rödelsee mit Iphofen im Gespräch

Das Vorkaufsrecht um Grundstücke am Schwanberg wird gerichtlich überprüft, aber über ein anderes Thema verhandeln Iphofen und Rödelsee direkt.
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Interkommunale Zusammenarbeit: Der ehemalige Gutshof auf dem Schwanberg soll Umweltstation werden. Die Gemeinde Rödelsee und die Stadt Iphofen wollen dieses Ziel zusammen mit dem Geistlichen Zentrum erreichen.

Wenn man miteinander redet, kommen meist gute Ergebnisse heraus. Diese Erfahrung durfte auch Rödelsees Bürgermeister Burkhard Klein machen, der dem Gemeinderat von einem „sehr guten und fruchtbaren Gespräch“ mit Iphofens Bürgermeister Josef Mend in Sachen BNE-Station berichtete. Denn hier will man sich nun gemeinsam zusammen mit dem Geistlichen Zentrum bewerben.

Mit dem Wunsch nach mehr Biodiversität hat die Gemeinde Rödelsee schon seit längerem auch den ehemaligen Gutshof auf dem Schwanberg im Blick, der Bildungszentrum für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Landkreis Kitzingen werden könnte. Im Zuge dieser Überlegungen war auch über alternative Beförderungsmöglichkeiten auf den Schwanberg diskutiert worden, wobei auch eine Seilbahn-Lösung eine Option wäre.

Aus dem Wunsch, bei der Verwirklichung der Umweltstation auf dem Schwanberg die Stadt Iphofen mit im Boot zu haben, wird nun Realität. Klein berichtete, dass der Bauausschuss der Stadt Iphofen einstimmig dafür gewesen sei.

Eventuell könnte dies aber auch ein Projekt der Interkommunalen Allianz „Südost 7/22“ werden. Klein informierte, dass man mit den anderen Mitgliedsgemeinden darüber sprechen will.

Im Gemeinderat war man jedenfalls erfreut, dass das Projekt nun interkommunal mit dem Geistlichen Zentrum weiter verfolgt wird. Vorstellbar sei auch ein Bildungszentrum, schließlich seien Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Schwanberg vorhanden.

Das gute Gespräch mit Bürgermeister Mend macht Klein auch zuversichtlich, in einer anderen Sache eine Lösung zu finden. Da geht es um das Vorkaufsrecht für einige Flächen, die die Stadt Iphofen auf dem Schwanberg gekauft. Dazu erläuterte Klein, dass die Stadt Iphofen wie nun auch das Fürstenhaus Castell-Rüdenhausen Klage beim Verwaltungsgericht Würzburg gegen die Ausübung des Vorkaufsrechtes erhoben hat. Eine Begründung steht noch aus.

Die Gemeinde Rödelsee will derzeit aber die Ziele des Vorkaufsrechtes auf gerichtlichem Weg weiter verfolgen, weswegen der Gemeinderat eine Rechtsanwaltskanzlei mit der rechtlichen Vertretung der Gemeinde beauftragte. „Wir streiten nicht gegeneinander, sondern um die Sache“, machte Klein nochmals deutlich.



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