Rödelsee

Rödelsee führt eine „Herdprämie“ ein

"Herdprämie" nennt die Gemeinde Rödelsee den Zuschuss der Gemeinde für zusätzliche Stellplätze für Kraftfahrzeuge. Eigentlich wird mit dem Begriff das Betreuungsgeld für Familien verbunden, die ihre Kinder ohne Inanspruchnahme öffentlicher Angebote wie Kindertagesstätten betreuen. In Rödelsee werden nun 1500 Euro pro Stellplatz bezahlt.
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Architekt Norbert Hufnagel stellte dem Gemeinderat drei Varianten für Veränderungen am Bauhof vor. Foto: Gerhard Krämer

"Herdprämie" nennt die Gemeinde Rödelsee den Zuschuss der Gemeinde für zusätzliche Stellplätze für Kraftfahrzeuge. Eigentlich wird mit dem Begriff das Betreuungsgeld für Familien verbunden, die ihre Kinder ohne Inanspruchnahme öffentlicher Angebote wie Kindertagesstätten betreuen. In Rödelsee werden nun 1500 Euro pro Stellplatz bezahlt.

In der Gemeinde gibt es eine Stellplatzsatzung, nach der pro Wohneinheit zwei Stellplätze auf dem eigenen Grundstück nachzuweisen sind. Kann dem nicht nachgekommen werden, so sind Stellplätze mit je 1500 Euro abzulösen.

Bürgermeister Burkhard Klein sieht Möglichkeiten, dass auf Grundstücken weitere Stellplätze hergestellt und genutzt werden können, was die Parksituation oftmals entschärfen könnte. Um hier einen Anreiz zu schaffen, sollen mit Wirkung vom 1. Januar 2019 diejenigen Grundstückseigentümer gleichermaßen finanziell dafür entschädigt werden, wie die, die Ablösebeträge für nicht nachgewiesene Stellplätze zu zahlen haben. Der Beschluss erfolgte ohne Diskussion einstimmig.

Kindergartenplätze reichen bald nicht mehr aus

Über eine Besprechung mit der Kindergartenleitung und Vertretern des Trägervereins sowie mit Bürgermeister Burkhard Klein informierte eine Tischvorlage der Verwaltung. Demnach zeigten die aktuellen Anmeldungen für die Kinderkrippe und den Kindergarten eindeutig, dass spätestens im Kindergartenjahr 2020/2021 die vorhandenen Plätze nicht mehr ausreichen. Ab Januar werden drei Einzelintegrationskinder die Einrichtung besuchen. Bis Mitte 2021 könnten fünf Notplätze im Kindergarten und zwei weitere im Waldkindergarten vorgehalten werden. Ein Architekt wurde damit beauftragt, über den Raumbedarf nachzudenken.

Da die Fernwasserversorgung Franken angekündigt hat, ab 1. Juli 2020 den Wasserpreis um 15 Cent pro Kubikmeter zu erhöhen, kalkulierte die Gemeinde Rödelsee neu. Bis 30. Juni 2020 bleibt die Wassergebühr bei 2,42 Euro pro Kubikmeter. Ab 1. Juli wird der Erhöhungsbetrag der Fernwasserversorgung aufgeschlagen. Der Wasserpreis beträgt dann 2,57 Euro. Auch die Gebühr für Bauwasser- oder sonstige bewegliche Wasserzähler wird um 15 Cent auf 2,77 Euro ansteigen. Bürgermeister Burkhard Klein betonte, dass die Kommune kostendeckend arbeiten müsse und bisher sehr gut kalkuliert worden sei. "Den Bürgern wird nicht zu viel abgerechnet."

Der Gemeinderat Rödelsee will für insgesamt 1,15 Millionen Euro Veränderungen am Bauhof vornehmen. Das Konzept, für das sich der Rat mehrheitlich ausgesprochen hat, beinhaltet den Umbau der bestehenden Bauhofhalle mit Heizung, Waschhalle und Tankstelle, den Umbau des oberen Gebäudes zur Werkstatt, den Neubau einer Unterstellhalle und den Neubau eines Sozialgebäudes. Der Bau kann in Abschnitten je nach Situation de Haushalts erfolgen.

Lärmschutzwand muss bis Januar errichtet sein

Die Gründungsarbeiten für die beiden Container für die Jugend werden rund 5000 Euro kosten. Die bestellten Doppelcontainer werden dann in der dritten oder vierten Kalenderwoche 2020 geliefert.

Bis Mitte Dezember sollen die Fundamentarbeiten für die Lärmschutzwand im Baugebiet Schlossgrund erledigt sein. Dazu wäre laut Verwaltung eine Dettelbacher Firma in der Lage. Spätestens im Januar müsse die Lärmschutzwand errichtet sein.

Die fünf bestellten Überwachungskamera sind geliefert. Die Uffenheimer Firma Kulig wird ab Dezember an jedem zweiten Wochenende abwechselnd die ausgewählten Plätze in Augenschein nehmen.

Bürgermeister Burkhard Klein informierte, dass die Tourismusfachkraft Alexandra Müller-Ehrlich aus gesundheitlichen Gründen bei der Gemeinde aufgehört hat. Rödelsee strebt nun im Tourismusbereich eine Zusammenarbeit mit der Touristinformation Iphofen an.

Den Auftrag für die Schreinerarbeiten zum "terroir f" am Schwanberg erhielt die Wiesenbronner Firma Ackermann zum Angebotspreis von rund 140 000 Euro. Das Büro arc.grün habe der Gemeinde mitgeteilt, dass die Unterlagen für die weiteren baulichen Maßnahmen und damit für weitere Aufträge erst Mitte beziehungsweise Ende Dezember fertiggestellt werden könnten. Ob der Fertigstellungstermin Anfang April 2020 eingehalten werden könne, sei fraglich, hieß es von der Verwaltung.

Der Gemeinderat Rödelsee hob die Ausschreibung zur Beschaffung eines Mannschaftstransportwagens für die Feuerwehr Rödelsee auf. Der angebotene Fahrzeugtyp habe sich für die Feuerwehr aus praktischer Sicht als nicht geeignet erwiesen. Jetzt wird neu ausgeschrieben.

Da der Bezirk Unterfranken derzeit noch nicht abschätzen kann, ob für die Gestaltung des Vorplatzes beim jüdischen Friedhof in Rödelsee Fördermittel zur Verfügung stehen, wurde gebeten, dass gegebenenfalls die Gemeinde die rund 10 200 Euro übernimmt. Diesen Beschluss fasste der Gemeinderat.

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