SCHWARZACH

Riesen-Gewächshaus genehmigt

Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen erstrahlt die Kirche St. Vitus in Hörblach in neuem Glanz. Weil das Kirchlein im Eigentum der Marktgemeinde ist und diese die Hauptlast der Kosten zu tragen hatte, inspizierten die Mitglieder des Marktgemeinderats vor ihrer Sitzung am Dienstag das Gotteshaus - und genehmigten anschließend ein Riesen-Gewächshaus in Düllstadt.
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Treppe mit Muschelkalk: Der Eingangsbereich der Hörblacher Kirche St. Vitus ist neu gestaltet. Planer Stefan Schielke (links) erläuterte den Mitgliedern des Gemeinderats am Dienstag die abgeschlossenen Renovierungsarbeiten an und in dem Gotteshaus, das der Gemeinde gehört. Foto: Foto: Peter Pfannes
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Nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen erstrahlt die Kirche St. Vitus in Hörblach in neuem Glanz. Weil das Kirchlein im Eigentum der Marktgemeinde ist und diese die Hauptlast der Kosten zu tragen hatte, inspizierten die Mitglieder des Marktgemeinderats vor ihrer Sitzung am Dienstag das Gotteshaus. Planer Stefan Schielke erläuterte die einzelnen Verschönerungsmaßnahmen, die insgesamt 135 000 Euro verschlangen. Die Diözese Würzburg bezuschusste die Sanierung mit 21 600 Euro.

Morsches musste weichen

„Die Kirche ist schön geworden“, zeigte sich Bürgermeister Volker Schmitt begeistert. Hell gestrichene Wände schaffen ein freundliches Ambiente. Der morsche Holzboden in der Sakristei wich einem Fliesenbelag. Hochaltar, Kreuzwegstationen und Figuren wurden restauriert. Die Empore bekam einen neuen Anstrich, offen liegende Kabel der Elektroheizung sind verschwunden.

Die Außenfassade ist renoviert. Der Eingangsbereich erhielt eine neue Betontreppe mit Muschelkalkbelag samt Metallgeländer. Vorrichtungen zum Schutz vor Tauben und Schallläden im Glockenturm wurden angebracht.

Im Sitzungssaal diskutierten die Ratsmitglieder dann ausführlich über ein Bauvorhaben des Düllstadter Gärtnereibetriebs Hartmann. Betriebsinhaber Johannes Hartmann erhoffte sich für die riesige Gewächshausanlage mit Büro- und Sozialgebäude an der Atzhäuser Straße das „Ja“ des Marktgemeinderats. Geplant ist die Anlage mit einer Grundfläche von 45 500 Quadratmetern und über sieben Meter Höhe.

Eine große Beeinträchtigung für das Ortsbild durch das Riesen-Gewächshaus sahen die Ratsmitglieder nicht und stimmten letztlich einhellig zu – mit einigen Auflagen. Im Falle einer dauerhaften Betriebsaufgabe muss Hartmann das Gebäude zurückbauen. Die Zufahrt zu dem Betriebsgelände, das zwischen dem Gärtnerbetrieb und der bestehenden Düllstadter Wohnbebauung entsteht, hat über die Atzhäuser Straße zu erfolgen. Die vom Bauherrn geplante Zufahrt über einen angrenzenden Flurweg lehnte die Mehrheit im Ratsgremium ab, auch wenn Josef Wächter hartnäckig das Gegenteil forderte.

In seinem Beschluss genehmigte der Rat ferner zwei Regenauffangbecken mit einem Gesamtvolumen von gut 12 000 Kubikmeter. Ortschef Schmitt freute sich über die positive Entscheidung, schließlich entstehen 20 neue Arbeitsplätze.

Weitere Themen aus dem Gemeinderat:

• Der Caritasverband Kitzingen geht auch in diesem Jahr in Schwarzach leer aus. Der Verband hatte um einen kommunalen Zuschuss gebeten. Stattdessen beschloss der Gemeinderat, der Kirchengemeinde als außerplanmäßige Ausgabe und freiwillige Leistung 1 500 Euro für soziale Zwecke zur Verfügung zu stellen.

• Das Eingehen einer Städtepartnerschaft mit der französischen Gemeinde La Chapelle-en-Serval hat der Gemeinderat erst einmal zurückgestellt. Auf einen Aufruf im Mitteilungsblatt der Gemeinde, sich an dem Projekt zu beteiligen, haben sich lediglich drei Personen gemeldet. Die 3000-Seelengemeinde bei Paris hatte über das Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach eine Freundschaftsanfrage gestellt.

• Weil am geplanten Festplatz in dem im Bau befindlichen Stadtpark in Stadtschwarzach ein Stromanschluss benötigt wird, entstehen Mehrkosten von 18 500 Euro. 50 Prozent der Kosten muss die Marktgemeinde tragen, der Rest fließt aus Mitteln der Dorferneuerung. Peter Götz konnte nicht verstehen, dass immer wieder zusätzliche Kosten bei dem Vorhaben auftreten. Er bemängelte Planung und Kostenschätzung durch das Büro arc.grün. Einig waren sich die Ratsmitglieder, dass an einem Festplatz Strom benötigt wird und genehmigten die Mehrausgabe dafür.

• Die Betriebsleitung und Betriebsausführung des Gemeindewalds wird teurer. Im vergangenen Jahr musste die Gemeinde 3200 Euro aufwenden, in diesem Jahr sind es 400 Euro mehr.

• Christine Keppner-Siegert regte an, den Busparkplatz in Münsterschwarzach sonntags für Autofahrer freizugeben. Die Polizei hatte Ende März während des sonntäglichen Gottesdienstes Knöllchen unter die Wischer der Autos geklemmt, deren Fahrer widerrechtlich auf dem Busparkplatz parkten. Die Verwaltung will den Vorschlag der Gemeinderätin prüfen.

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