MARKTSTEFT

Riegler verzichtet auf Mandat

Bürgermeister Rudolf Riegler (Freie Wähler) wirft hin: Ohne Begründung verzichtet er auf sein Mandat als Stadtrat im neu gewählten Gremium. Der Gemeindewahlausschuss akzeptierte dies in seiner Sitzung am Donnerstagabend im Marktstefter Rathaus einstimmig.
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Rudolf Riegler und Simone Ossenkemper, die er als Bürgermeisterkandidatin der Freien Wähler präsentiert hatte. Sie unterlag gegen Thomas Reichert. Foto: Foto: Harald Meyer
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Bürgermeister Rudolf Riegler (Freie Wähler) wirft hin: Ohne Begründung verzichtet er auf sein Mandat als Stadtrat im neu gewählten Gremium. Der Gemeindewahlausschuss akzeptierte dies in seiner Sitzung am Donnerstagabend im Marktstefter Rathaus einstimmig.

Wie der Vorsitzende des Wahlausschusses, Kämmerer Wolfgang Schmer, in der Sitzung kurz ausführte, tage der Wahlausschuss am Donnerstag bereits zum dritten Mal: Nachdem der Ausschuss in einer ersten Sitzung vor der Wahl die Zulassung der Wahlvorschläge, in Marktsteft waren dies vier Listen und zwei Bürgermeisterkandidaten, beschlossen hatte, stellten die Ausschussmitglieder nach der Wahl das vorläufige Endergebnis fest. Schon da hatte Schmer „rein theoretisch“ eine weitere Sitzung des Ausschusses für möglich gehalten: falls ein Kandidat sein Mandat nicht annehme. „Dieser Fall ist nun eingetreten“, sagte Schmer.

Im Gegensatz zu früheren Kommunalwahlen müsse der Verzicht auf das Mandat nicht mehr begründet werden. Mit dem lapidaren Satz: „Ich lehne die Wahl zum Stadtrat ab“, war denn auch Rieglers Verzicht nicht weiter begründet.

„Ich lehne die Wahl zum Stadtrat ab.“
Rudolf Riegler

Der Hintergrund für diesen Verzicht dürfte wohl in Rieglers Enttäuschung über das Wahlergebnis zu suchen sein. Nach vielen Jahren als Stadtrat hatte Riegler vor 18 Jahren, nach dem Rückzug von Rudolf Geißlinger (Wählergruppe Sozialer Bürgerblock) gegen Günter Eisenhuth (CSU) die Bürgermeisterwahl gewonnen.

Lange vor der Wahl kursierte in Marktsteft das Gerücht, Riegler wolle im März 2014 nicht mehr als Bürgermeisterkandidat antreten. Erst in der Ratssitzung im November vergangenen Jahres bestätigte er seinen Verzicht und präsentierte gleichzeitig Simone Ossenkemper als Kandidatin der Freien Wähler. Lange sah es so aus, als würde Ossenkemper einzige Bürgermeisterkandidatin in Marktsteft bleiben. Kurz vor Ende der Einreichungsfrist präsentierte dann aber die CSU mit Thomas Reichert einen eigenen Kandidaten für den Posten des Bürgermeisters. Der setzte sich am 16. März dann auch knapp mit 19 Stimmen Vorsprung gegen Ossenkemper durch.

Rudolf Riegler, der als Stadtrat nochmals kandidierte und auch gewählt wurde, reagierte prompt und kündigte bereits am Tag nach der Wahl seine Mitgliedschaft im Turnverein Marktsteft. Eine Reaktion, die in Marktsteft auf wenig Verständnis traf.

Erster Nachrücker für Rudolf Riegler im neuen Stadtrat in Marktsteft ist Dirk Albrecht. Der war in der Sitzung des Wahlausschusses anwesend und bekam von Schmer die Unterlagen für die Annahme des Stadtratsmandats überreicht. Spontan wollte er sich über die Annahme des Mandats allerdings nicht äußern, sondern die Bedenkzeit von einer Woche nutzen.

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