Kitzingen

Richtigen Umgang mit gefährlichen Stoffen geübt

1. Löschzug Gefahrgut rückte zum Industriebetrieb Fehrer aus, um ein realistisches Szenario zu üben.
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Gefahrgutübung der Feuerwehr bei der Firma Fehrer in Kitzingen. Foto: Harald Zierhut
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Am Samstagnachmittag rückte der 1. Löschzug Gefahrgut des Landkreises Kitzingen zur Abschlussübung im Industriebetrieb F.S. Fehrer Automotive in Kitzingen aus. Es war der Abschuss einer in den Wintermonaten durchgeführten Spezialausbildung.

Um das Szenario für die Übung so realistisch wie möglich zu gestalten, wurde durch den Leiter der dortigen Werkfeuerwehr, Peter Eschenbacher, mit dem Kreisbrandmeister und Fachberater für Gefahrgut, Roland Schneider, einiges im Stillen vorbereitet. Angenommen wurde, dass ein Gabelstaplerfahrer aus Unachtsamkeit im Bereich einer explosionsgefährlichen Flüssiggastankstelle einen Radfahrer umgefahren hatte und gegen eine Sicherheits-Absperrung geprallt war.

Ausgangsszenario: Gefahr für Leib und Leben

Dabei schlug der transportierte IBC-Gefahrgut-Container mit Metallbeize im oberen Bereich leck. Der Radfahrer wurde unter dem Container eingeklemmt, der Staplerfahrer im Führerhaus bewusstlos. Nach Eintreffen des Löschzugs wurde nach Erkennen der Gefahr sofort mit der Menschenrettung und dem Auffangen auslaufender Flüssigkeit begonnen. Zeitgleich wurde ein Absperrbereich für die Gefahrenzone festgelegt und eine Dekontaminationsstelle für das Einsatzpersonal hergerichtet.

Unter Atem- und Körperschutz in gasdichten Anzügen gingen die Trupps vor. Die zwei verunfallten Arbeiter konnten gerettet werden. Die Einsatzleitung hatte Stadtbrandmeister Andreas Wintzheimer.

Aufmerksame Beobachter waren Kreisbrandinspektor Dirk Albrecht, Stadtbrandinspektor Matthias Gernert und die Kreisbrandmeister Steffen Gernert, Tobias Nahr sowie Sebastian Muth. Der 1. Löschzug Gefahrgut des Landkreises besteht aus den Freiwilligen Feuerwehren Iphofen, Sickershausen und Stadt Kitzingen.

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