ALBERTSHOFEN

Rettichessen der CSU: Heimat erhalten – Zukunft gestalten

Staatsministerin Ulrike Scharf, Bundestagsabgeordnete Anja Weisgerber und der Landtagsabgeordnete Otto Hünnerkopf standen 150 Bürgern beim Rettichessen Rede und Antwort.
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Vitamine aus Albertshofen bekommen die Ehrengäste von Bürgermeister Horst Reuther (Zweiter von links) überreicht (von links): CSU-Kreisrätin Barbara Becker, Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz Ulrike Scharf, MdB Anja Weisgerber und MdL Otto Hünnerkopf. Foto: Foto: Elli Stühler

„Erfolgreicher Naturschutz lässt sich nur gemeinsam mit den Menschen erreichen. Deshalb setzen wir in Bayern auf Freiwilligkeit und nicht auf Zwang.“

Das sagte Bayerns Umweltministerin Ulrike Scharf in Albertshofen und ergänzte: „Wir sind da und bleiben da, wo andere hinwollen. Unsere schöne Landschaft, eine intakte Natur und unser sauberes Wasser sind Werte, die man schützen muss – eben unsere Heimat.“

150 interessierte Bürger

Die bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz war auf Einladung des CSU-Kreisverbandes und des CSU-Ortsverbandes Albertshofen zum Rettichessen gekommen. Neben Scharf standen auch die Bundestagsabgeordnete Anja Weisgerber und der Landtagsabgeordnete Otto Hünnerkopf vor 150 Interessenten in der Albertshöfer Gartenlandhalle Rede und Antwort.

Naturschönheit und Naturvielfalt zu erhalten, bringe viele Vorteile wie hohe Lebensqualität, die Bayern neben einer starken Wirtschaftsförderung so attraktiv für zukunftsorientierte Unternehmen mache, so Scharf. Zu den Diskussionen zu einem Steigerwald-Nationalpark sagte die Ministerin, dass es einen Nationalpark nur geben könne, wenn die Bevölkerung dazu Ja sage. „Erst dann kann man gemeinsam einen maßgeschneiderten Nationalpark entwickeln.“

Anja Weisgerber berichtete aus dem Bundestag, dass die „Wohnimmobilienkreditrichtlinie“ der EU präzisiert wurde. Mögliche Hürden bei der Kreditvergabe an Familien, Bezieher kleiner Einkommen und Senioren sollen verhindert werden.

Erweitertes Breitband bis Ende Juni

Die Breitbandförderung für Verkehr und digitale Infrastruktur stelle der Bund vier Milliarden Euro für schnelles Internet im ländlichen Raum zur Verfügung. „Unsere erweiterte Breitbandverkabelung auf 30 000 Bit wird spätestens Ende Juni fertig sein“, so Bürgermeister Horst Reuther. Sechs Kommunen und zwei Verwaltungsgemeinschaften haben Beratungsleistungen aus dem Förderprogramm beantragt – das sind bereits 400 000 Euro für den Landkreis.

Bessere Nitratwerte

Erfreulich sei auch, dass im Stromnetzausbau die Vorzugstrasse der Netzbetreiber keine Stammstrecke über Grafenrheinfeld vorsieht und damit der Landkreis von der Stromautobahn SuedLink nicht betroffen sei. Der ehemalige Obermeister der Gartenbaugruppe, Lothar Töpfer, lobte seine Gärtner. Sie hätten es geschafft, dass die Nitratwerte in Unterfranken von 50 Milligramm pro Liter in den 90er Jahren auf inzwischen 23 Milligramm pro Liter durch umweltgerechten Anbau in Gärtnerei und Landwirtschaft zurückgegangen sind.

Neue Methoden für die Pflanzenzüchtung

Otto Hünnerkopf stellte fest, dass neue Methoden der Pflanzenzüchtung notwendig seien. Der Klimawandel schicke seine Boten voraus mit Unwettern, Dürre und Tornados wie neulich in Kürnach. Das Fränkische Seenland werde eine Wassergarantie für Franken sein.

Für Unterhaltung beim 31. Rettichessen sorgte der Musikverein Oellingen bei. Der Abend endete mit der gemeinsam gesungenen Bayern-Hymne.

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