Biebelried

Respekt und Hochachtung für die Leistung der Wehr

Anlässlich ihres 140-jährigen Bestehens lud die Feuerwehr Biebelried am Sonntag zu einem Fest.
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Schon in der Jahreshauptversammlung waren (von links) Edmund Kraus, Herbert Kraus, Anton Schwind, Kilian Schwind, Roland Hoh und Reinhold Hoh von Florian Erb für ihre Treue zur Feuerwehr Biebelried ausgezeichnet worden.

Anlässlich ihres 140-jährigen Bestehens lud die Feuerwehr Biebelried am Sonntag zu einem Fest. Als Vorsitzender des Feuerwehrvereins blickte Florian Erb in das Jahr 1877 zurück, als sich Bürger der Gemeinde freiwillig zusammenschlossen, um sich mit einfachen Mitteln gegenseitig Hilfe zu leisten.

Bis dahin habe es eine Art Pflicht-Feuerwehr gegeben, denn jeder musste einen Löscheimer zuhause haben. Die damals beschlossene Gliederung sei bis heute erhalten, berichtete Erb, lediglich die Ausrüstung sei mit der Zeit gegangen. Die damals erforderliche Löscheimer-Kette mit Wasserbezug aus einem Löschteich und aus dem Dorfbrunnen sei durch die Fernwasserversorgung der 50er Jahre abgelöst worden.

Über ein eigenes Löschfahrzeug verfüge die Wehr sogar erst seit 1985, als ein LF8 angeschafft wurde. Anstelle eines eigenen Feuerwehrhauses diente bis 2016 zunächst ein Schuppen am Rathaus, später eine ehemalige Scheune. Das neue Gebäude sei nun neben dem Unterkommen der Feuerwehr mit seiner vielfältigen Nutzung ein kultureller Beitrag ganz im Sinne der Dorfgemeinschaft.

Veränderte Aufgaben

Zudem, so Erb, habe sich mit dem steigenden Verkehrsaufkommen die frühere Hauptaufgabe der Brandbekämpfung zur überwiegend technischen Hilfeleistung auf den Straßen verändert. Die Feuerwehr blicke mit Respekt und Hochachtung auf die Erfolge der Gründerväter, der Aktiven und ihrer Kommandanten.

Diakon Bernhard Gartner bezeichnete den Einsatz der Feuerwehr als eine Art der Nächstenliebe, wie sie die Bibel fordere, sowie als tragendes Element der Dorfgemeinschaft. Der Einsatz erfolge stets zum Gotteslohn. Für die evangelische Kirche erklärte Angelika Kraus: „140 Jahre Feuerwehr sind 140 Jahre Dienst am Nächsten.“ Das sei nicht nur lobenswert, es sei beachtenswert, denn es handele sich um unbezahlbare Hilfe. Diese Hilfsbereitschaft erfordere Kraft, Mut und vor allem sehr viel Liebe.

Paul Streng sprach als stellvertretender Landrat von einem stolzen Jubiläum. In dieser Zeit sei die Feuerwehr zu einer starken Gemeinschaft geworden, für die Vorbereitung und Training zum Leben zähle. Kreisbrandrat Roland Eckert ist die Biebelrieder Feuerwehr Dank ihrer hohen Einsatzhäufigkeit seit vielen Jahren bekannt. Die Mitbürger erwarteten dann, wenn es hart auf hart gehe, dass ihre Feuerwehr da ist und hilft.

Nächstenliebe leben

Bürgermeister Roland Hoh sah den Ursprung der Feuerwehr in der Aufgabe der Brandbekämpfung, heute gehe es um die Art und Weise, wie man hilft. Die Feuerwehr sei immer da und zu allem bereit. Er rief die Feuerwehr dazu auf, ihre Aufgabe in Ehren zu halten und den Traum der Nächstenliebe nicht nur zu träumen, sondern mit Taten lebendig zu halten. Die Feuerwehr stellte ihre langjährigen Mitglieder Reinhold Hoh, Roland Hoh, Edmund Kraus, Herbert Kraus, Anton Schwind und Kilian Schwind nochmals vor, nachdem die Ehrung der Floriansjünger bereits in der Jahreshauptversammlung erfolgt war. Für den Nachmittag hatte die Feuerwehrführung eine Schauübung angesetzt, bei der es um die Brandbekämpfung an einem Fahrzeug und die Bergung eines Unfallverletzten aus dem beschädigten Auto ging. Alle Vorgänge wurden vom langjährigen Kommandanten Matthias Manger kommentiert.

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