Dornheim

Renoviertes Pfarrhaus ist Schmuckstück im Dorf

Die Sanierung des katholischen Pfarrhauses Dornheim wurde am Sonntag in einer Feier im Pfarrgarten abgeschlossen. Nach einem Festgottesdienst in der St. Laurentius-Kirche wurde das sanierte Gebäude durch Pater Dr. Adam Wasz feierlich gesegnet.
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Die Sanierung des Pfarrhauses in Dornheim feierten (von links) Bürgermeister Ludwig Weigand, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Ursula Berninger, Architekt Hans Reeg, Pfarrer Adam Wasz und Ortssprecher Ullrich Ruck. Foto: Gerhard Bauer
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Die Sanierung des katholischen Pfarrhauses Dornheim wurde am Sonntag in einer Feier im Pfarrgarten abgeschlossen. Nach einem Festgottesdienst in der St. Laurentius-Kirche wurde das sanierte Gebäude durch Pater Dr. Adam Wasz feierlich gesegnet.

Das Pfarrhaus wurde 1706 als Fachwerkbau errichtet und beim Fliegerangriff auf Dornheim am 10.4.1945 durch Brand weitgehend zerstört. Dadurch ging auch das Fachwerk im Obergeschoss verloren. Nach dem Wiederaufbau um 1950 bewohnte es bis 1987 fast 40 Jahre lang der Ortspfarrer, Geistlicher Rat Johann Dannhorn.

Dann begann eine Art Dornröschenschlaf, das Haus wurde rund 30 Jahre lang nur noch als Lagerraum genutzt. Immer wieder wurde über eine Renovierung und eine neue Verwendung als Kindergarten, als Tagespflegeeinrichtung oder Diakoniestation nachgedacht. Die Pläne wurden aber immer wieder als nicht umsetzbar verworfen.

Endlich nahm sich die Kirchenverwaltung um Ullrich Ruck des Problems an und ergriff die Initiative. Es fanden sich die Architekten Reeg und Spieler und neue Planungen mit neuen Denkmodellen begannen. Dennoch schien der Berg mit Nutzungsmöglichkeiten, Sanierungsbedarf und Finanzierung schier unüberwindbar. Mit Hilfe der Stadt Iphofen und Bürgermeister Mend sowie des Erzbistums Bamberg fand sich dann doch ein Weg, das Projekt in Angriff zu nehmen. Nach nur sechs Monaten Bauzeit wurde das Gebäude auch unter Mithilfe ehrenamtlicher Mitarbeiter vollständig wieder hergerichtet.

"Wir haben nun ein schmuckes Pfarrhaus bekommen", bilanzierte Ruck bei der Vorstellung. Bei der Baufinanzierung mit einem Volumen von 363 000 Euro übernahm die Erzdiözese mit 136 000 Euro den Löwenanteil. Die Stadt Iphofen steuerte 108 000 Euro bei, 55 000 Euro kamen aus der Städtebauförderung. Die Kirchenstiftung Dornheim brachte sich in ihr Pfarrhaus mit immerhin 58 000 Euro ein und unterstrich damit die Bedeutung des Hauses für die Pfarrgemeinde.

Während das Erdgeschoss nun als Versammlungsraum und für Veranstaltungen der Pfarrgemeinde genutzt wird, wurde die im Obergeschoss eingerichtete Wohnung vermietet.

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