KITZINGEN

Rekordverdächtige 35 Jahre Stadtrat

35 Jahre im Stadtrat und das in Kitzingen – das ist rekordverdächtig. Ausgehalten hat das und einiges mehr Franz Böhm. Der feierte an diesem Montag, 27. Mai, seinen 70. Geburtstag und bekommt eine besondere Auszeichnung. Die Stadt verleiht dem dienstältesten Stadtrat und langjährigen Bürgermeister die eher seltene Bürgermedaille in Gold.
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Kitzinger Urgestein: Franz Böhm wird an diesem Montag 70 Jahre. Wer gratulieren will, ist von 11 bis 13 Uhr eingeladen. Foto: Foto: weiskopf

35 Jahre im Stadtrat und das in Kitzingen – das ist rekordverdächtig. Ausgehalten hat das und einiges mehr Franz Böhm. Der feierte an diesem Montag, 27. Mai, seinen 70. Geburtstag und bekommt eine besondere Auszeichnung. Die Stadt verleiht dem dienstältesten Stadtrat und langjährigen Bürgermeister die eher seltene Bürgermedaille in Gold.

Es war 1977, als Böhm mit 33 Jahren in den Stadtrat einzog. Wenig später war er nach dem Tod von Richard Lorenz Fraktionsvorsitzender der CSU, der er seit 1977 angehört. Es folgten 16 Jahre an der Spitze der Fraktion.

Dem gescheiterten Versuch, Oberbürgermeister zu werden, folgte die Zeit des Stellvertreters. Jahrelang war Böhm der zweite Mann im Rathaus, bis er 2007 auf den Posten verzichtete. Nach der letzten Wahl kam es auch zu einem Bruch mit der CSU-Fraktion.

Zusammen mit dem ebenfalls seit Urzeiten im Stadtrat sitzenden Hans Schardt gründete er Pro Kitzingen. Für die sitzt er heute noch als Umweltreferenten im Stadtrat. Und wie Böhm kurz vor seinem runden Geburtstag sagte, wird er bei den Wahlen im Frühjahr 2014 noch einmal antreten. „Ich habe es fest vor“, so Böhm, der viele Entscheidungen der vergangenen Jahre mitprägte. Dass Kitzingen seit Jahren einen beliebten Wohnmobilstellplatz hat, ist seiner Initiative zu verdanken.

Der „Fränz“, wie er bei vielen Kitzingern heißt, gehört sicher zu den bekanntesten Gesichtern der Stadt. Sein Engagement gilt und galt der Arbeitslosen-Initiative Aplawia, dem Verein Spielraum. Er mischte lange bei den Kitzinger Bayern mit und mit dem Arbeitskreis Grüngestaltung hat er mit Wilhelm Straßberger und anderen viele Bäume entlang der Radweg gepflanzt und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Einen Ausstieg aus dem Ehrenamt plant Böhm nicht. Erst vor kurzem hat es wieder einmal nicht Nein sagen können und ist jetzt Vorsitzender der Interessengemeinschaft Alter Friedhof.

Beruflich ist Böhm durch Höhen und Tiefen gegangen. Der Speditionskaufmann führte die von Vater Hans aufgebauten Spedition, bis diese in der Folge der Wende in Konkurs ging. In den 90er Jahren ein schwerer Schlag für Böhm, aber auch für viele Betroffene.

Der Weg Böhms in Kitzingen begann in der katholischen Volksschule. Die Mittlere Reife an der Oberrealschule folgte. Nach der Handelsschule kam die Lehre zum Speditionskaufmann. Der junge Böhm war im Sport eine Nummer. Handball bei der Turngemeinde, vor allem Fußball bei den Bayern, aber auch Tennis, Rudern und Faustball waren seine Sportarten. 1967 heiratete Böhm Doris Lissok. Mit ihr hat er drei Kinder.

Gratulation im Rathaus

Wer Böhm gratulieren will, kann das am heutigen Montag von 11 bis 13 Uhr nach dem Empfang zur Verleihung der Bürgermedaille im Rathaus machen.

Geschenke will Böhm übrigens keine. Das Geld soll den Kindergärten zugute kommen; dem katholischen Elisabethenverein (Sparkasse Mainfranken, Konto 45 10 34 88) oder der Grabenkasse des evangelischen Dekanats, Stichwort Kindergarten (Sparkasse, Konto 2 59 16).

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