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Rüdenhausen

Rekordhaushalt mit fast fünf Millionen Euro verabschiedet

Die Rüdenhäuser Gemeinderäte verabschiedeten in ihrer Sitzung einen Haushalt mit einem Umfang von insgesamt 4,842 Millionen Euro.
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Die Rüdenhäuser Gemeinderäte verabschiedeten in ihrer Sitzung einen Haushalt mit einem Umfang von insgesamt 4,842 Millionen Euro. Der wesentliche Grund für den bisher höchsten Etat in der Geschichte der 892 Einwohner zählenden Gemeinde ist die nach wie vor laufende Erneuerung der Wasserleitung in weiten Teilen des Orts. Rund 714 000 Euro wurden dafür bereits ausgegeben. Für dieses Jahr sind noch einmal 1,4 Millionen Euro im Finanzplan angesetzt. Einstimmig genehmigte das Gremium um Bürgermeister Gerhard Ackermann den Etat, den Kämmerin Christine Volk von der Verwaltungsgemeinschaft zuvor erläutert hatte.

Die Gemeinde ist derzeit noch schuldenfrei. Das wird sich jedoch ändern, denn der bereits im Vorjahr genehmigte, aber noch nicht abgerufene, Kredit in Höhe von 374 000 Euro für die Wasserversorgung wird wohl im Laufe diesen Jahres ausgeschöpft. Damit und mit den Beiträgen der Grundbesitzer wird der Ausbau der Wasserversorgung finanziert.

Pro-Kopf-Verschuldung ist gestiegen

Die Pro-Kopf-Verschuldung der Kommune steigt zum Jahresende auf voraussichtlich 419 Euro, so die Kämmerin. Zum Abgleich des Etats entnimmt Rüdenhausen 1,457 Millionen Euro aus seinen Rücklagen. Sofern alle geplanten Vorhaben ausgeführt werden, sind die Ersparnisse dann aufgebraucht. Die Zuführung vom Verwaltungshaushalt wurde mit 220 694 Euro berechnet.

Insgesamt umfasst der Vermögenshaushalt mit dem Investitionen 2,971 Millionen Euro, was 61 Prozent des gesamten Etats ausmacht. Bei der Steuerkraft liegt Rüdenhausen mit 549,19 Euro pro Einwohner (insgesamt 487 683 Euro) auf Rang 28 der 31 Gemeinden des Landkreises.

Im Verwaltungshaushalt sind 1,871 Millionen Euro. Größter Punkt bei den Einnahmen sind die Schlüsselzuweisungen vom Staat (435 988 Euro), sowie die Beteiligung an der Einkommensteuer (424 160 Euro). Die Einnahmen aus der Grundsteuer A und B liegen bei einem Hebesatz von 300 Prozent mit 65 300 Euro knapp über der Gewerbesteuer (65 000 Euro).

Investitionen in den Kanalbau und die Dorferneuerung

Bei den Ausgaben schlägt die Kreisumlage mit 304 917 Euro zu Buche. Die Betriebskosten für den Kindergarten betragen 266 579 Euro. An die Verwaltungsgemeinschaft sind 135 584 Euro zu zahlen, für den Schulverband fallen weitere 37 800 Euro an. Für den Abwasserzweckverband sind 74 421 Euro als Umlage fällig. Die Personalkosten der Gemeinde betragen 137 983 Euro.

Die größten Ausgaben bei den Investitionen sind der Kanalbau für die Gewerbegebiete Nord und Süd (262 000 Euro), die Dorferneuerung (232 000 Euro), die Erschließung der Gewerbegebiete (173 000 Euro), der Erwerb von Grundstücken (110 000 Euro), sowie der Anteil am Ausbau Glasfaser (91 148 Euro).

In der Sitzung beleuchtete Kämmerin Volk die letzten Jahre der Gemeindefinanzen. Diese seien geordnet. Seit 2014 habe Rüdenhausen rund 3,3 Millionen Euro investiert, die Rücklagen blieben auf über einer Million Euro. Die Gemeinde konzentriere sich auf ihre Pflichtaufgaben, was sie für richtig halte bei der Finanzlage der Kommune.

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