KITZINGEN

Rekordbesuch im Stadtarchiv

Die Besucherzahlen im Kitzinger Stadtarchiv haben im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Vor allem auch fünf Klassen des Armin-Knab-Gymnasiums, die für ein Projekt-Seminar in der Landwehrstraße recherchierten, haben für den neuen Rekordbesuch gesorgt. Bis Ende 2014 begrüßte Stadtarchivarin Doris Badel rund 400 Besucher im Kastenhof.
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Von Kitzingern für Kitzinger: Die Herausgabe des Bildbands „Beste Grüße aus einer schönen Stadt – Kitzinger Ansichten erzählen“ war ein Teil der Arbeit von Stadtarchivarin Doris Badel, die sie zusammen mit Co-Autor Prof. Klaus Arnold erledigte. ArchivfOTO: Siegfried Sebelka

Die Besucherzahlen im Kitzinger Stadtarchiv haben im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand erreicht. Vor allem auch fünf Klassen des Armin-Knab-Gymnasiums, die für ein Projekt-Seminar in der Landwehrstraße recherchierten, haben für den neuen Rekordbesuch gesorgt. Bis Ende 2014 begrüßte Stadtarchivarin Doris Badel rund 400 Besucher im Kastenhof.

Das Gebäude gegenüber der Polizeiinspektion teilt sich das Archiv seit dem Abschluss der Renovierungsarbeiten 2006 mit dem Stadtmuseum. Seither ist das Stadtarchiv mit dem separaten Leseraum und der gut sortierten Handbibliothek Anlaufstelle für alle Altersgruppen.

Auch für die Schüler des AKG, die zunächst an Führungen durch das Archiv und seine Bestände teilnahmen. Nach einer Einführung recherchierten sie selbstständig im Archiv zu den Themen „Kitzingen im Zeichen des Nationalsozialismus“ oder auch „Kunstdenkmäler in Kitzingen“, heißt es im vierseitigen Jahresbericht der Stadtarchivarin. Wie Badel weiter schreibt, wurden dabei Originalquellen wie Akten, Protokollbücher, Gesetzesblätter oder Zeitungen eingesehen und bearbeitet. Auch in der historischen Foto- und Plansammlung waren die Schüler unterwegs.

Die anderen Besucher nutzen das Archiv vor allem für Familienforschungen sowie heimatkundliche und wissenschaftliche Recherchen Seit 2009 die Personalstands-Unterlagen des Kitzinger Standesamts zu Forschungszwecken im Archiv sind, häufen sich die Nachfragen von Familienforschern, aber auch von Erbenermittlern, so Badel weiter. 2015 wurden 30 Auskünfte aus der alten Meldekartei sowie Geburts-, Ehe- und Sterbebüchern gegeben.

Ansonsten war das Interesse sehr breit gestreut. Der Blick auf einige Themen, zu denen recherchiert wurde, zeigt das: 100 Jahre Strom in Franken, Kitzinger Fahrradgeschichte, der Maler Erhard Astler, 100 Jahre Erster Weltkrieg, das Kriegsende in Kitzingen 1945, Kitzinger Urfehden des 16. Jahrhunderts, aber auch Kitzinger Musikgeschichte oder Kitzinger Ziegeleien und 50 Jahre Siedlungsschule.

Neben der Betreuung der Besucher ging die „normale Archivarbeit“ weiter, wobei der Schwerpunkt auf technischen Modernisierungsmaßnahmen lag. Das Archiv verfüge mit Faust 7 jetzt über ein modernes System, mit dem nicht nur Textdatenbanken, sondern auch beliebig große Bild- und Medienarchive angelegt und miteinander verknüpft werden können, so die Stadtarchivarin. Inzwischen gebe es auch ein gesondertes Medienarchiv, in dem nicht nur die digitalisierten Zeitungen verwahrt werden, sondern auch Fotos, Filme und Videos zu Ereignissen der neueren Stadtgeschichte.

Unter „Öffentlichkeitsarbeit“ verbucht Badel unter anderem die Herausgabe des Bandes „Beste Grüße aus der schönen Stadt – Kitzinger Ansichten erzählen“ mit zahlreichen Postkarten, aber auch die Erstellung einer Liste der Kitzinger Ehrenbürger. Sie ist auf der Homepage der Stadt Kitzingen zu finden.

Zudem sind die Bestände des Archiv weiter gewachsen. Der Kitzinger Kulturverein PAM hat dem Archiv im Herbst eine umfangreiche Sammlung alter Plakate von früheren Veranstaltungen in Kitzingen geschenkt.

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